Warum Du (vermutlich) kein PCO-Syndrom hast

PCO nach Pille absetzenNach Absetzen der Pille wurde mir blitzschnell die Diagnose PCO gestellt. Meine damalige Frauenärztin wies mich sogleich darauf hin, dass es nun schwierig für mich wäre, je schwanger zu werden (wollte ich zu diesem Zeitpunkt gar nicht) und riet mir daher, wieder die Pille zu nehmen (hab ich aber nicht getan). Seit ich meinen Blog habe, stelle ich immer wieder fest, wie vielen Frauen es genauso nach Absetzen der Pille geht. Aus diesem Grund habe ich Isabel von Generation Pille gebeten, zu diesem Thema einen Gastartikel zu schreiben. Here we go!

Beginnen wir mit der Definition und den Symptomen vom PCO-Syndrom/PCOS:

PCOS ist die Abkürzung für Polyzystisches Ovar-Syndrom oder auch Polyzystisches Ovarial-Syndrom. Dieser Name leitet sich aus einem der Symptome ab: den Zysten.

  • poly ist ein Begriff für „viele, mehrere“

  • zystisch bedeutet „Zysten bildend“

  • Ovar ist der Eierstock, ovarial bedeutet „zum Eierstock gehörend“

  • Syndrom bezeichnet ein wiederkehrendes Muster von Symptomen oder einfach gesagt: eine sichere Diagnose fällt schwer

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Zu den häufigsten Symptomen, mit denen man sich als PCOS-Patientin rumschlagen muss, gehören Zyklusstörungen. Also seltene, unregelmäßige oder ausbleibende Perioden. Außerdem Haarausfall, vermehrte Körperbehaarung und Akne. Diese Erscheinungen lassen sich meist durch ein weiteres Symptom – den erhöhten Androgenen (männliche Hormone) – erklären. Auch die Insulinresistenz stellt in manchen Fällen ein weiteres Problem dar, was oft zu massiver Gewichtszunahme führt. Desweiteren führt das PCO-Syndrom auch zu ausbleibenden Eisprüngen, somit zu einem unerfüllten Kinderwunsch und den im Namen bereits erwähnten Eibläschen, die Zysten genannt werden.

Die richtige Diagnostik ist wichtig!

Ein Syndrom sollte grundsätzlich erst dann final diagnostiziert werden, wenn alle möglichen Ursachen für die vielen Symptome ausgeschlossen wurden. Und genau hier liegt das Problem: Leider sieht die Diagnostik in vielen Fällen nicht so ausführlich aus, wie sie sein sollte. Und so hat man schneller PCOS als man bis drei zählen kann. Ich nenne das gerne Schnellschuss-Diagnostik. Einigen Gynäkologen scheinen nämlich die im Ultraschall sichtbaren Zysten schon auszureichen, um ein PCOS zu diagnostizieren. Doch ganz so einfach ist das nicht!

Für eine korrekte Diagnose bedarf es zweier Schritte: zuerst die Anamnese und dann das Erfüllen der Kriterien mit anschließendem Ausschlussverfahren. In Europa gelten aktuell die Rotterdamm-Kriterien, wobei zwei von drei erfüllt sein müssen, um PCOS vermuten zu können:

  • Amenorrhoe oder Oligomenorrhoe (ausbleibende oder seltene Menstruation)

  • laborchemische oder klinische Hinweise für eine Hyperandrogenämie (= Überschuss männlicher Geschlechtshormone bei der Frau, darunter fällt auch der Hirsutismus, also eine ungewöhnlich starke Körperbehaarung bei Frauen)

  • die „Perlschnurovarien“ im Ultraschall, also die besagten Ovarialzysten (mindestens 12 Follikel je Eierstock)

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Keine Panik!

Selbst wenn man zwei dieser drei Kriterien erfüllt, sollte man noch nicht in Panik verfallen, denn auch dann ist die Diagnose noch nicht gesichert. Für diese Symptome können zum einen viele weitere endokrine Probleme wie beispielsweise Hashimoto (chronische Entzündung der Schilddrüse), das Adrenogenitale Syndrom (eine Stoffwechselkrankheit) oder auch eine Hypophysenschwäche (insuffiziente Ausschüttung der Hormone) verantwortlich sein.

Zum anderen ist es aber auch sehr gut möglich, dass man nach dem Absetzen der Pille durch das entstehende hormonelle Ungleichgewicht die gleichen Symptome wie beim PCO-Syndrom entwickelt.

Doch warum führt das Absetzen der Pille zu diesen Symptomen?

Die Eierstöcke einer jeden Frau produzieren in jedem Zyklus bis zu 12 Follikel pro Seite. Im Idealfall entwickelt sich eines dieser kleinen Freunde zu einem dominanten Follikel, welches größer wird als der Rest und sich auf den Eisprung vorbereitet. Eines springt, der Rest wird absorbiert. Hat die Frau in einem Zyklus keinen Eisprung, bleiben diese kleinen, nicht entwickelten Follikel einfach zurück und sind im Ultraschall als „Zysten“ sichtbar. Zysten im Ultraschall zeigen aber lediglich an, dass keine Ovulation stattfand. Es erklärt nicht, warum es keinen Eisprung gab und auch nicht, ob es im nächsten Zyklus einen geben wird oder nicht.

Wenn man mittels Pille seine körpereigene Hormonproduktion inklusive Eisprung unterdrückt hat, ist es fast normal, dass der Körper und insbesondere die Eierstöcke verlernt haben, was ihre eigentliche Aufgabe ist.

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Das ganze System hat also erst mal Startschwierigkeiten, denn nach dem Absetzen der Pille entsteht zunächst ein komplettes Hormonchaos im Körper, gepaart mit Vitalstoffmängeln und einer sehr wahrscheinlich leicht überlasteten Leber.

Das alles kann dazu führen, dass einige Zeit kein Eisprung stattfindet und die Menstruation erst einmal ausbleibt oder noch unregelmäßig kommt. Selbst das Auftreten von zu vielen männlichen Hormonen lässt sich im Post-Pill-Modus leicht erklären, denn auch die Eierstöcke können, neben den Nebennieren, männliche Hormone bilden. Auch wenn das die gleichen Symptome wie beim PCO-Syndrom sind, so haben sie aber durch das Absetzen der Pille einen anderen Ursprung.

Bei einigen Frauen verschwinden diese unschönen Symptome nach einiger Zeit von ganz alleine, denn vieles regelt sich mit guter Ernährung, Vitaminen und Selbstfürsorge. Andere Frauen wiederum brauchen einen gezielten Anschubs.

Wann ist es PCOS und wann nicht?

Wenn es vor der Einnahme der Pille keine Anzeichen für das PCO-Syndrom gab, sondern es erst nach dem Absetzen vermutet wird, ist es wahrscheinlich nur das vorübergehende Hormonchaos. Bitte schaut dem Arzt bei der Diagnostik genau über die Schulter und traut Euch, auch mal etwas zu hinterfragen. Und wenn Ihr mit dem Arzt nicht zufrieden seid und Euch nicht gut behandelt fühlt, sucht Euch besser einen anderen.

Sollte PCOS korrekt diagnostiziert worden sein, ist das trotzdem absolut kein Grund zu verzweifeln, denn im Gegensatz zur allgemein vorherrschenden Meinung der Gynäkologen gibt es mehr als nur eine Methode, PCOS natürlich und ohne Pille zu behandeln. Hierzu solltet ihr mit einem naturheilkundlich versierten Gynäkologen oder mit einem Heilpraktiker mit Schwerpunkt auf Frauenheilkunde sprechen.

Wie ist Eure Erfahrung mit PCO nach Absetzen der Pille? Wurde Euch das Syndrom auch diagnostiziert? Berichtet davon in den Kommentaren!

 

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Comments

  1. Marie says

    Ich habe PCOS mit 23 diagnostiziert gekriegt und bis dahin nie ein hormonelles Verhütungsmittel genommen aber schon immer einen unregelmäßigen Zyklus. Als Therapie wurde mir dann die Pille verschrieben. Nach dem Absetzen wegen Kinderwunsch kamen leider alle Symptome wieder und ich konnte nur mit Hormonbehandlung schwanger werden. Aktuell bin ich im 5. Monat. Was ich nach der Geburt mache – es soll auf jeden Fall noch ein weiteres Kind folgen – und was ich nach abgeschlossenem Kinderwunsch mache – da bin ich noch unentschlossen. Eigentlich möchte ich ungern bis zur Menopause die Pille nehmen müssen.

    • maggie_m says

      Liebe Marie,

      zunächst einmal: Glückwunsch zur Schwangerschaft! Ich selbst kann aus eigener Erfahrung berichten: Warte einfach mal ab, so eine Geburt verändert ziemlich viel im Körper. Vielleicht ist eine weitere Hormonbehandlung daher gar nicht mehr nötig.

      Alles Gute für Dich/Euch!
      Maggie

  2. Mel says

    Hallo,

    ich bin 26 Jahre alt und ich habe im Juni 2016 die Pille abgesetzt und mir die Kupferspirale setzen lassen. Im November 2016 hatte mein Frauenarzt auch die Vermutung auf PCO aufgrund der vermehrten Anzahl an Eiblässchen im Eierstock (Obwohl ich meine Menstruation einigermaßen regelmäßig bekomme). Im Januar 2017 war dann doch alles OK bei der Ultraschalluntersuchung. Leider habe ich seitdem immer noch mit einer unreinen Haut zu kämpfen. Ist das normal dass es so lange dauert bis sich diese wieder beruhigt?
    Ich hatte mit 15 furchtbare Pickel, die durch die Pille komplett verschwunden sind. Jetzt ist es nicht ganz so schlimm, aber trotzdem unangenehm.

    LG

    • maggie_m says

      Liebe Mel,

      ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung berichten: Meine Haut hat 5 (!) Jahre gebraucht, um sich zu erholen bzw. hatte ich erst nach dieser Zeit „mein“ Rezept dagegen gefunden: http://www.wearetheladies.de/pickel-ade

      Bedeutet aber nicht, dass es bei Dir genauso lange dauern wird, jeder Körper ist da anders.

      Ich wünsche Dir alles Gute!
      Maggie

  3. Francine says

    Ich habe nun seit einem Jahr meine Periode nicht mehr bekommen, nach Absetzen der Pille. Vor 5 Monaten hat es mein Arzt mit der Methode versucht meine Hormone „anzuschubsen“ in dem ich wieder 3 Monate die Pille nehmen sollte. Nach dem absetzen bekam ich bis heute nicht wieder meine Tage. Nun hat mich mein Arzt mit PCO diagnostiziert da ich an meinem Eierstock viele Follikel sitzen habe. Er und sein Kollege sind der absoluten Meinung das dies nur mit der Pille zu behandeln wäre und das wenn ich schwanger werden will nur eine Kortisonvorbehandlung möglich ist. Noch will ich keine Kinder aber ich war entsetzt, denn in ein paar Jahren will ich sicherlich welche. Jetzt hat mein Arzt mich zum Endokrinologen geschickt da ich mich weiger die Pille wieder einzunehmen. Ich fühle mich echt wütend und traurig da ich meiner Meinung nach überhaupt nicht aufgeklärt worden bin was da überhaupt in meinem Körper passiert und welche Alternativmethoden es gibt. Das einzige was mein Arzt mehrfach wiederholt ist : “ Sie sind erst 22. Da will man doch keine Kinder, höchstens in 10 Jahren“ – was weiß er schon ..

    • maggie_m says

      Liebe Francine,

      danke für Deinen Kommentar. Auch mir wurde damals mit Unfruchtbarkeit gedroht, wenn ich nicht wieder die Pille nehme. Aber ich persönlich halte das für Quatsch! Die Pille bekämpft nur das Symptom, nicht aber die Ursache. Sie verschiebt das ganze „Problem“ nur nach hinten, man gerät in einen Teufelskreis.

      Ich würde Dir stattdessen empfehlen den Arzt zu wechseln und ggf. einen Heilpraktiker aufzusuchen, der sich mit dem Thema Zyklus auskennt.

      Alles Gute für Dich!
      Maggie

  4. Sandra says

    Hallo,

    ich bin 29 Jahre und habe heute auch die Diagnose PCO bekommen. Im April 2017 habe ich die Pille abgesetzt, nicht wegen einem Kinderwunsch, sondern weil ich meinen Körper mit dieser Chemie nicht mehr belasten will. Ich habe die Pille 15 Jahre lang genommen.
    Mitte Juli 2017 bekam ich starken Haarausfall. Vielen Dank übrigens für die 2 tollen Beiträge zu diesem Thema. Nichtsdestotrotz bin ich zum Hautarzt gegangen und dieser hat mir ein Haarwasser verordnet Crinohermal fem, ich nehme dieses nun seit 4 Wochen, und ich kann nicht genau sagen, ob es besser geworden ist mit dem Haarausfall. Sie fallen immer noch aus, mal mehr mal weniger. Auch beim Frauenarzt habe ich eine Hormonuntersuchung machen lassen und heute das Resultat erhalten – PCO.
    Meine Periode hatte ich seit dem Absetzen der Pille einmal. Nun möchte der Arzt weitere Untersuchungen durchführen Insulinwerte und Zuckerwerte. Er meinte zwar man müsse erst die Ergebnisse der Untersuchungen abwarten, aber eventuell müsste man eine Kortisontherapie in Betracht ziehen. Davon wäre ich überhaupt nicht begeistert, das würde ja noch mehr Stress für den Körper darstellen und die Nebenwirkungen sind auch nicht ohne. Vielleicht muss das erste Jahr nach dem Absetzen der Pille einfach irgendwie durchstehen, das muss doch auch ohne Pillen, Tabletten und Chemie funktionieren?!

    Viele Grüße

    • maggie_m says

      Liebe Sandra,

      danke für Deinen Kommentar und Erfahrungbericht.

      Öhm, seit April abgesetzt und gleich schon Pillen-Therapie?! Das finde ich wirklich unglaublich. Was die Ärzte sich nur immer dabei denken. Ich* würde Deinem Körper auf jeden Fall noch ganz viel Zeit geben, sich von allein zu erholen und glaub mir: das wird er! Du hast 15 Jahre die Pille genommen, was sind da schon die 5 Monate seit Absetzen?

      Ich wünsche Dir viel Durchhaltevermögen!
      Alles Liebe

      Maggie

      * Ich bin natürlich keine Ärztin und darf Dir keinen medizinischen Rat geben, dies ist nur meine eigene, persönliche Meinung

  5. ias says

    hallo, bei mir wurde 12/13 jahren pco festgestellt (+ inuslinresistenz) mit allem drum und dran (zysten, zu viele männliche hormone etc, völliges ausbleiben der regelblutung), ich habe nie die pille genommen und werde auch zukünftig keine hormonelle verhütung ( wozu auch im moment :D), das akzeptiert auch meine gyn und versucht mit mir eine alternative zu finden.
    ich war neulich dann, nach längerer zeit, bei meiner gyn und das ultraschall sah sehr gut aus, keine zysten mehr und die gebärmutterschleimhaut sah auch top aus, blutbild wurde auch noch mal gemacht (auswertung folgt in 3 wochen)…ja nach über 12 jahren scheint sich jetzt was zu tun, erklären kann ich es mir nicht…ich habe meinen lebensstil vor kurzem geändert (kein alkohol, kein getreide, kein zucker, keine milchprodukte, keine minderwertigen fette und low carb, dazu noch intervallfasten 16/8), einige denken bestimmt, dass das an lebensqualität einbüßt aber nein, ich koche nur noch frisch, esse absolut keine verarbeiteten lebensmittel mehr und esse sehr gesund und ausgewogen, dazu das intervallfasten was absolut empfehlenswert bei einer insulinresi ist…ob das zusammen hängt und auch für mich hoffnungslosen fall hoffnung gibt…ich hoffe es.

    • maggie_m says

      Liebe Ias,

      danke für Deinen Erfahrungsbericht.

      Der zeigt: PCO hat also nicht immer etwas mit der Pille zu tun. Schön, dass Du eine so gute Ärztin an Deiner Seite hast, die nicht gleich Hormone verschreiben möchte.

      Ich hoffe, dass Du mit Deinem neuen Lebensstil bald noch mehr Erfolge hast.
      Alles Gute für Dich!

      Maggie

  6. Rebecca says

    Hallo!

    Vielen Dank für den Artikel, mir kommt es fast so vor, als ob ich meine eigene Geschichte lesen würde. Habe auch nach 15 Jahren die Pille abgesetzt, dann blieb die Periode aus und ich ging zum Arzt und es wurde PCO diagnostiziert (inkl. Ultraschall mit vielen Zysten). Aufgrund des Kinderwunsches wurde mir gleich eine Überweisung an die Kinderwunschklinik in die Hand gedrückt. Ich habe daraufhin aber nichts in diese Richtung gemacht, weil der Kinderwunsch nicht so präsent war und ich mir keinen Druck machen wollte. Rund 6 Monate später war ich ohne jegliches Zutun schwanger, endetet jedoch leider mit einer Fehlgeburt. Ich habe daraufhin den Arzt gewechselt, bei der neuen Ärztin wurde die Diagnose PCO sofort revidiert, diese meinte gleich, dass der Körper einfach noch Zeit brauche um sich selbst wieder zu regulieren. Es wurde mir lediglich „Geduld und Zeit“ verschrieben. Mittlerweile sind wir glückliche Eltern und es ging alles auf natürlichem Wege. Ich will damit nur sagen, dass man seinem Körper und sich selbst nach vielen Jahren der Hormongabe einfach genügend Zeit lassen sollte, lebt und genießt euer Leben weiter, eure Zeit wird kommen. Und holt euch vielleicht doch lieber noch eine zweite Meinung ein, das schadet nie!

    • maggie_m says

      Liebe Rebecca,

      vielen vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht, der so viel Mut macht! Finde ich toll, dass Du auf Dich und Dein Bauchgefühl gehört hast. Und Du wurdest dafür belohnt!

      Alles Gute weiterhin
      Maggie

  7. Josephine says

    Hallo zusammen,
    ich versuche meine Geschichte so kurz wie möglich zu halten.. 😉
    Habe circa 8 Jahre die Pille genommen, sowohl davor als auch danach (3jahre ohne Pille) normal meine Tage gehabt. Allerdings nie länger als fünf Tage und eher normale als starke Blutungen. Bin dann schwanger geworden und meine tolle FA hat mir nach der SS vier verschiedene Pillen innerhalb von 5 Monaten verschrieben, da ich bei den ersten drei gefühlt durchgehend zwischen Blutung hatte. Bei der vierten Pille hab ich mir gedacht es reicht (nach10 TagEn Zwischenblutung und diese dann abgesetzt (Ende Mai 2017) (November 16 entbunden , nach 8 Wochen stillversuch sofort meine Tage wieder bekommen)
    Naja dann war das Ende Mai meine letzte Mens. Meine Fa meinte das kommt schon .. nur Geduld.. abershleimhaut ist dünn also erstmal nix erwarten. Diese Diagnose gab sie mir 2 Monate lang und dann wechselte ich den FA. Die neue (wirklich sehr enpathisch) diagnostizierte PCO. Ihr Plan :metformin.
    Ich wollte es aber erstmal anders probieren. So nahm ich 6 Wochen homöopathische Mittel und habe heute morgen meine Tage bekommen. Ich frage mich ob das jetzt von selbst wieder in Gang kommt oder nicht..
    Ist jemand unter Euch mit ähnlichen Erfahrungen? Würde mich über eine Antwort freuen.

    • maggie_m says

      Liebe Josephine,

      danke für Deinen Erfahrungsbericht. Ich selbst kann Dir zwar nicht weiterhelfen, möchte Dir aber Mut machen: Dein Körper wird sicher wieder von allein in Gang kommen. Schau, Du warst erst schwanger, und hast dann innerhalb kürzester Zeit fünf verschiedene Pillen genommen – kein Wunder, dass Dein Körper nun etwas Anlaufschwierigkeiten hat 😉

      Wünsche Dir alles Gute!
      Maggie

  8. Nina says

    Liebe Maggie,
    mich würde interessieren was in dem Artikel mit „gezieltem Anschubs“ gemeint ist?
    Ich fühle mich momentan als hätte mir jemand den Boden unter den Füßen weg gezogen. 10 Jahre haben ich die Pille genommen, sie im November 16 abgesetzt und nun bleiben meine Tage aus (erst hatte ich sie drei Monate lang ganz regelmäßig und dann nicht mehr) und meine Frauenärztin sagt wahrscheinlich PCO. Wir wünschen uns sehr jetzt schwanger zu werden (daher das Absetzen der Pille). Diese Diagnose war furchtbar und ich habe das ganze Netz durchkämmt nach Tipps und Erfahrungen. Nun bin ich noch verunsicherter als vorher.
    Ich bin auch auf der Suche nach einer guten Ärztin für dieses Thema im Raum Berlin.
    Ich würde auch gerne meinen Zyklus tracken um überhaupt mitzubekommen, wenn ich einen Eisprung habe, lese aber überall nur dass das mit PCO nicht geht – hast du hierzu Tipps?
    Liebe Grüße, Nina

    • maggie_m says

      Liebe Nina,

      Tut mir leid zu lesen, dass es Dir momentan nicht gut geht. Aber ich möchte Dir Mut machen:

      – Wurde PCO tatsächlich eindeutig festgestellt? Für mich klingt die Aussge Deiner Ärztin eher nach Verdacht als Diagnostik. Du solltest also in jeden Fall einen Hormontest und Ultraschall machen lassen

      – Sollte sich der Verdacht auf PCO bestätigen gibt es viele natürliche Wege und Mittel, den Zyklus „anzuschubsen“. Hier solltest Du Dich dann aber in jedem Fall an einen erfahrenen Arzt wenden, der Mittel & Dosierung verschreiben kann

      – Du schreibst, dass Du 10 Jahre die Pille genommen und vor 1 Jahr abgesetzt hast. Merkst Du die Diskrepanz? Was ist schon ein Jahr im Vergleich zu zehn? Gib Deinem Körper etwas Zeit, er wird sich sicher erholen!

      – Dass drei Monate lang nach Absetzen „alles gut“ ist und dann Nebenwirkungen auftreten ist ganz typisch. Solange braucht der Körper nämlich, um die synthetischen Hormone loszuwerden. Und danach ist er wieder auf sich allein gestellt und manchmal eben etwas ratlos wie er eigentlich mal funktioniert hat. Das wird aber wieder!

      – Natürlich kannst Du Deinen Zyklus tracken! Es ist eine ganz wunderbare Möglichkeit zu sehen, ob und wann ein Eisprung stattgefunden hat.

      Ich wünsche Dir alles Liebe & Gute! Kopf hoch.

      Maggie

  9. Melina says

    Hallo,
    lieben Dank für diesen Artikel. Ich selbst habe im März die Pille abgesetzt. Ich wollte meinen Körper einfach nicht mehr mit Chemikalien überlasten und hatte zudem jeden Tag Kopfschmerzen, die mit dem Absetzen sofort aufhörten. Soweit so gut.
    Allerdings habe ich seit August extremen Haarausfall. Sie fallen mir beim leichten „durch die Haare ziehen“ bereits raus. Trau mich schon gar nicht mehr meine Haare zu waschen oder zu kämmen. Diese Situation belastet mich dermaßen!! Habe schon mehr als die Hälfte der Haare verloren und kann an nichts anderes mehr denken als an meine Haare und was mit mir nicht stimmt…
    Habe beim Hausarzt einen Bluttest machen lassen, die Werte sind alle okay. Der Hormontest beim Frauenarzt sagt aus, dass ich zu viele männliche Hormone habe. Der Arzt sagte zu mir, dass es wohl zum PCO Syndrom hinausauslaufen würde, da ich wohl auch diese Blasenförmige Zysten habe. Da ich aber einen einigermaßen regelmäßigen Zyklus habe, meinte er, dass sich das evtl. wieder gibt. Als Tipp bekam ich: Die Pille nehmen, dann würde sich das Problem legen, oder schwanger werden. Das ich erst nächstes Jahr mit der Kinderplanung anfangen möchte, fand er zu spät. Hat er wirklich Recht?? Ist mein einziger Ausweg nur die Pille? Habe zu ihm gesagt dass ich nicht mit der Pille aufgehört habe um sie wieder anzufangen zu nehmen. Er meinte, dass z.B. Gewichtsverlust auch helfen würde, da sich das Testosteron dann nicht so gut bilden kann. Wie sollte ich vorgehen? Abwarten ob sich das alles reguliert? Ich habe Angst, dass sich die Situation nicht ändern wird und ich bald keine Haare mehr haben werde :(
    LG
    Melina

    • maggie_m says

      Liebe Melina,

      Danke, dass Du Deine Erfahrung mit uns teilst.

      Es tut mir leid zu lesen, dass Du mit solchen Nebenwirkungen zu kämpfen hast. Gegen den Haarausfall kannst Du konkret etwas tun – unter diesem Artikel sind zwei weitere verlinkt, die das Thema Haarausfall ausführlich behandeln.

      Nun zu Deinem Arzt: Ich empfinde es als echte Frechheit, Dir solch eine Angst zu machen! Die Pille würde nur die Symptome beseitigen – sobald Du diese aber absetzt (also spätestens wenn ein Kinderwunsch besteht), fängst Du wieder bei Null an. Daher ist es aus meiner Sicht besser, Deinem Körper jetzt schon die Zeit zu geben, die er braucht, um sich zu regenerieren.

      Ich würde Dir empfehlen:
      1. den Arzt zu wechseln
      2. einen anderen und/oder Heilpraktiker aufzusuchen, der sich mit der Thematik auskennt
      3. das Buch ByeBye Pille von Isabel zu lesen. Darin sind viele Tipps, was Du konkret tun kannst, um die Nebenwirkungen loszuwerden. Hier mein Artikel dazu: http://wearetheladies.de/pille-absetzen-nebenwirkungen/

      Ich hatte selbst erhöhte Testosteron-Werte nach Absetzen der Pille – obwohl ich schlank bin. Sehe da also keinen Zusammenhang zur Gewichtsabnahme.

      Hab Geduld, es wird sich alles wieder einrenken. Alles Gute für Dich!

      Maggie

      • Melina says

        Hallo Maggie,

        danke für deinen Ratschlag und auch danke für die Seite! Habe mich noch nie so schlecht und verzweifelt gefühlt wie in letzter Zeit. Und als ich gestern auf deine Seite kam hat sie mir echt Mut gemacht, auch deine Nachricht!

        Werde Ende diesen Monats zu einer Heilpraktikerin gehen, hoffe sie kann mir weiter helfen.
        Weiterhin hoffe ich, dass sich der Haarausfall legen wird. Ewig wird es doch sicher nicht so weiter gehen und irgendwann müssen sich die Hormone doch beruhigen… :(

        Danke wirklich, habe das Gefühl dass mich keiner ernst genommen hat bisher mit diesem Thema.

  10. Lisa says

    Warum du (vermutlich) kein PCO Syndrom hast – nach so einem Inhalt habe ich (bis jetzt vergeblich) gesucht.
    Vielen Dank für den Text!

    Nun etwas zu mir: ich habe für mich erst vor kurzem entschieden, auch ohne jemals stark vorhandene Nebenwirkungen gehabt zu haben, die Pille abzusetzen.
    Einfach weil ich keine Hormone mehr zu mir nehmen und meinen Körper sich selbst überlassen möchte.

    Ich habe mir vor 2 Monaten im nahtlosen Übergang die Gynefix nach ca. 7 Jahre Pilleneinnahme einsetzen lassen. Bin nun „erst“ 7 Wochen pillenfrei. Hatte nach knapp 3-4 Wochen bereits fast pünktlich meine erste pillenfreie Periode. Diese war sehr stark. Da kamen Erinnerungen hoch, wie sie vor der Pilleneinnahme war.

    Gestern war ich zur Kontrolluntersuchung bei meinem FA, um eigentlich nur den korrekten Sitz der Kupferkette zu kontrollieren. Dabei war auch alles super, jedoch entdeckte er an beiden Eierstöcken ziemlich viele Zysten. Ich habe dies auf einem zusätzlichen Bildschirm auch mit angucken können. Habe jetzt nicht nachgezählt, aber es war gut gefüllt.

    Er erwähnte auch nur den Verdacht auf PCO und das man die Entwicklung unter Beobachtung halten müsste und würde auch aufgrund des kurz vorher stattgefundenen Absetzens der Pille noch keine Blutuntersuchung anordnen. Quasi keine Pferde scheu machen. Wollte mir den Verdacht quasi nur nicht vorenthalten.
    Aber ich habe mich natürlich etwas erkundigt und mich wundert es einfach wie es innerhalb von ein paar Wochen zu so vielen Zysten kommen kann, denn bei der Untersuchung beim Einsetzen der Gynefix war alles noch „leer“…

    Natürlich stehe ich hormonell noch ganz am Anfang nach Absetzen der Pille, aber Gedanken macht man sich natürlich trotzdem.

    Gruß Lisa

    • maggie_m says

      Liebe Lisa,

      danke für Deinen Erfahrungsbericht.

      Ich finde es gut, dass Dein Arzt keine Panik macht und erstmal abwarten möchte. Die Zysten an sich sind meines Wissens nach nicht gefährlich, solange Du regelmäßige Perioden hast und sie aufplatzen und abgehen können. Sollte Deine Periode länger ausbleiben würde ich Dir empfehlen wieder zur Kontrolle zu gehen.

      Ich selbst bin keine Medizinerin und kann Dir leider nicht sagen, wie so viele Zysten so schnell entstehen können. Ich glaube aber, dass der Körper nach Absetzen der Pille ziemlich verrückt spielt.

      Ich wünsche Dir alles Gute!
      Maggie

  11. Ella says

    Ähm, ich habe bis jetzt nur diesen Artikel plus Kommentare und der zugehörigen Antworten gelesen.

    Mir bleibt gerade echt die Spucke weg!

    Ich habe definitiv PCO.
    Ich habe auch Erfahrung mit Kinderwunschkliniken usw.

    Ich finde es absolut gefährlich und vor allem verantwortungslos hier solche Tipps zu geben.
    PCO kann sich deutlich verschlechtern, je länger es unbehandelt bleibt!
    Mit den möglichen Folgen ist absolut nicht zuu spaßen!

    Ich stimme zu, dass sicherlich bei vielen Frauen erst einmal wieder ein gewisser Zeitraum benötigt wird um einen normalen Zyklus nach absetzen der Pille zu erreichen.

    Zu behaupten, dass es typisch wäre, das die Zyklen nach absetzen anfangs noch regelmäßig seien, weil die Pille im Körper erst abgebaut werden muss, halte ich allerdings für ziemlichen Humbug.

    Bitte, redet den Frauen keinen gefährlichen Unsinn von natürlichen Methoden usw ein.
    Ich mache das Spielchen schon lange Zeit mit und habe eine ganze Menge an alternativen Behandlungsmethoden versucht – erfolglos!

    Wenn weiter oben jemand von Verbesserung durch Ernährunngsumstellung – sprich Diät (nichts anders bedeutet dieses Wort) – schreibt, so findet sich dieser Rat auf so ziemlich JEDER entsprechenden Seite zum Thema!
    Ernährungsumstellung und Bewegung und damit meist einhergehende Gewichtsabnahme sind bei allen Frauen mit zuviel Hüftgold IMMER der erste Rat der Ärzte!

    Ich glaube, wenn man selbst nicht in diesem Boot sitzt und überhaupt nicht weiß, welcher Leidensdruck sich ansammelt, sollte man keine solchen Ratschläge erteilen.

    • maggie_m says

      Liebe Ella,

      danke für Deinen Kommentar.

      Es tut mir leid zu lesen, dass Du PCO hast. Und Du hast natürlich recht: Wenn der Leidensdruck groß ist, dann sollte Frau zum Arzt – erst recht, wenn man schwanger werden möchte.

      Bei diesem Artikel geht es aber nicht darum. Denn: Sowohl Isabel (Autorin) als auch ich bekommen unglaublich viele Nachrichten von Frauen, denen allen nach Absetzen der Pille PCO attestiert wurde. Und das kann kein Zufall sein. Die Diagnose wird leider viel zu voreilig gestellt, den Frauen wird sofort wieder die Pille empfohlen. Sie wenden sich dann verzweifelt an uns, weil sie die Hormone ja eigentlich loswerden wollten und nun nicht weiterwissen.

      Wir können keinen medizinischen Rat geben. Nur aus unserer Erfahrung berichten. Und die lautet nun mal: der Körper spielt erst verrückt, pendelt sich dann aber meist wieder ein.

      Nichtsdestotrotz gibt es natürlich Fälle in denen er das nicht tut. Hier ist hoffentlich jeder Leserin klar, dass sie dann zum Arzt gehen muss. So viel Eigentverantwortung traue ich unseren Leserinnen aber zu.

      Alles Liebe
      Maggie

  12. Maja says

    Hallo,

    Ich war beim Frauenarzt, weil meine Periode nach ansetzen der Pille nicht kam (1Monat). Ultraschall, direkt PCO diagnostiziert und ein korzisonhaltiges Medikament verschrieben. Ich gehe nochmal hin, irgendwie kommt mir das spanisch vor. Zumal andere Symptome (Haarausfall, Gesichtszunahme, Pickel, Vermännlichung) einfach nicht habe und auch kein Bluttest gemacht wurde. Außerdem hatte ich vor der Pilleneinnahme auch nie eine ähnliche oder gleiche Diagnostik erhalten oder hatte Probleme.

    Liebe Grüße
    Maja

    • maggie_m says

      Liebe Maja,

      danke für Deinen Kommentar.

      Habe ich es richtig verstanden, dass Dir nach nur einem Monat ohne Periode schon PCO diagnostiziert wurde? Falls ja, bin ich echt fassunglos, was sich manche Ärzte erlauben.

      Ich würde Dir auch dringend raten erneut hinzugehen bzw. den Arzt zu wechseln und auf eine eindeutige Diagnostik (inkl. Bluttest) zu bestehen.

      Alles Gute für Dich!
      Maggie

      • Maja says

        Hallo,

        Ich bin selbst etwas sprachlos. Habe jetzt nächste Woche einen Bluttest und gehe Ende des Monats noch zu einem ehemaligen Frauenarzt, der mich als Tennie betreut hat. Mal schauen was dabei rumkommt.

        Liene Grüße
        Maja

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