Die Basics

Grundlagen der natürlichen Verhütungsmethode

Lerne die Basics natürlicher Verhütung!

Auf dieser Seite möchte ich Dich mit den Grundlagen natürlicher Verhütung vertraut machen. Denn auch wenn es heutzutage viele tolle Hilfsmittel gibt, ist es wichtig, die Methode zu verstehen. Nur so wirst Du selbstbewusst und sicher mit ihr umgehen! Du solltest Dich außerdem nicht blind auf die Technik verlassen, sondern immer gegenchecken. Und das kannst Du nur, wenn Du weißt, wie die Methode funktioniert.


Einen kompakten Überblick über das Thema natürliche Verhütung verschafft Dir mein eBook. Und wenn Du keine Zeit und Lust hast, so viel zu lesen, schau hier vorbei.



In diesem Abschnitt lernst Du:


★ Was die Begriffe natürliche Verhütung sowie symptothermale Methode bedeuten
★ Wie sicher natürliche Verhütung ist
★ Worauf natürliche Verhütung basiert
★ Für wen natürliche Verhütung gedacht ist und für wen nicht
★ Wie Dein Zyklus funktioniert und wann Deine fruchtbaren Tage sind
★ Was Du brauchst, um natürlich zu verhüten


Natürlich zu verhüten bedeutet, die Fruchtbarkeit anhand von Körpersymptomen zu erkennen und auszuschließen. Dies funktioniert am besten mit Hilfe der symptothermalen Methode, die wiederum eine angewandte Methode der sogenannten natürlichen Familienplanung, kurz NFP, ist.

Die symptothermale Methode ist eine Kombination aus der Temperatur- und Zervixschleimmethode. Erstere basiert auf der täglichen Messung der Körpertemperatur, Zweitere beobachtet Körpersymptome, daher also der Name symptothermal. Wie die Methode genau funktioniert, erkläre ich Dir auf den folgenden Seiten.

Die symptothermale Methode wurde nach höchst wissenschaftlichen Kriterien erforscht und entwickelt. Wer sie richtig und konsequent anwendet ist in etwa so sicher geschützt wie mit der Pille. Der Pearl-Index liegt bei 0,3 (zum Vergleich: bei der Pille liegt er bei 0,1 bis 0,9). Das bedeutet: Innerhalb eines Jahres sind 3 von 1000 Frauen trotz natürlicher Verhütung schwanger geworden. Ein Pearl-Index unter 1 wird allgemein als sehr sicher eingestuft.


Auch ich persönlich kann bestätigen, dass die symptothermale Methode sehr gut und sicher funktioniert. Bitte beachtet aber, dass sie Übung erfordert und auch danach immer sorgfältig und gewissenhaft durchgeführt werden muss. Hier habe ich die häufigsten Fehler zusammen gestellt. In der fruchtbaren Zeit muss außerdem auf Geschlechtsverkehr verzichtet oder auf eine Barrieremethode (z.B. Kondome oder Diaphragma) zurückgegriffen werden. Sollte Zweiteres der Fall sein, gilt natürlich der jeweilige Pearl-Index des gewählten Verhütungsmittels. In diesem Post schreibe ich mehr zum Thema Sicherheit.


Auch wenn ich Euch ermutigen möchte, es mit natürlicher Verhütung zu versuchen, muss ich aus rechtlichen Gründen auf meine Ausschlussklausel hinweisen: Ich hafte nicht für etwaige durch diese Verhütungsmethode entstandenen Schwangerschaften und ihre Folgen.

Auf einem ganz einfachen Fakt: Die Eizelle ist pro Zyklus nur zirka 12 bis 18 Stunden befruchtungsfähig. Das heißt, Ihr könnt nur in dieser Zeit schwanger werden (bzw. müssen noch etwa 5 Tage drauf gerechnet werden, da Spermien in etwa so lange überleben können).


Es gibt klare, körperliche Symptome, die uns den Eisprung signalisieren. Welche Symptome das sind und wie Du sie deutest, liest Du auf den folgenden Seiten.

Grundsätzlich würde ich erstmal behaupten: Jede Frau, die will, kann natürlich verhüten. Allerdings musst Du ein paar Voraussetzungen erfüllen:


★ Du musst bereit sein, Dich mit Deinem Körper auseinander zu setzen
★ Du musst bereit sein, täglich auf Deine Körpersymptome zu achten
★ Du musst die Methode sorgfältig und gewissenhaft durchführen
★ Du musst Dir anfangs ein wenig Übungszeit und somit Geduld einräumen, bis Du die Methode sicher beherrscht
★ Du musst bereit sein, in der fruchtbaren Zeit entweder auf Geschlechtsverkehr zu verzichten oder eine andere Verhütungsmethode (z.B. Kondome oder Diaphragma) zu verwenden
★ Wenn Du im Schichtdienst arbeitest, kann es gut sein, dass Du Deine Temperaturkurve aufgrund der unterschiedlichen Messzeiten nicht richtig auswerten kannst, das müsstest Du ausprobieren. Die daysy eignet sich übrigens auch für Frauen, die im Schichtdienst arbeiten
★ In der Stillzeit gelten besondere Regeln. Lies dazu diesen Artikel.


Es ist übrigens ein Gerücht, dass lediglich Frauen, die einen regelmäßigen Zyklus haben, natürlich verhüten können! Da wir bei der symptothermalen Methode den Eisprung in jedem Zyklus ganz individuell bestimmen, ist es piepegal, ob Dein Zyklus 21, 28 oder 35 Tage lang ist.

Blöde Frage, wirst Du vielleicht denken. Aber stell Dir vor: Nicht jede Frau weiß, wie ihr Zyklus funktioniert. Ich selbst wusste es auch nicht mehr so hundertprozentig. Mit der Pille musste man ja auch nicht mitdenken. Nun aber schon! Und das ist gut so.


Also, Ladies: Unser Zyklus beginnt mit der Periode. Der erste Tag der Periode ist somit auch unser 1. Zyklustag. Der Zyklus ist in zwei Phasen unterteilt, die Tief- und Hochphase. Die erste, die Tiefphase, beginnt mit dem ersten Zyklustag und hält bis zum Eisprung an. Nach dem Eisprung, der bei jeder Frau und in jedem Zyklus zu einer unterschiedlichen Zeit stattfindet (und NICHT wie oft behauptet wird immer am 14. Tag!), steigt unsere Körpertemperatur um 0,2 bis 0,5 Grad und die Hochphase beginnt. Sie dauert bis zum Einsetzen der Periode (manchmal auch ein, zwei Tage länger).


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An den Tagen rund um den Eisprung verändert sich auch Euer Zervixschleim – was das genau ist und wie er sich verändert, erkläre ich Euch auf den folgenden Seiten.

Die Eizelle ist nur zirka 12 bis 18 Stunden pro Zyklus befruchtungsfähig. Da Spermien aber bis zu 5 Tage im weiblichen Körper überleben können, geht man von etwa 6 fruchtbaren Tagen pro Zyklus aus, die sich um den Eisprung herum befinden. Ganz sicher unfruchtbar ist die Zeit nach dem Eisprung, wenn die Eizelle nicht mehr befruchtungsfähig ist (=die Hochphase im Zyklus).


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Wie es sich mit der Zeit am Zyklusanfang und vor dem Eisprung verhält, lernst Du auf den nächsten Seiten.

Heutzutage gibt es viele, coole Tools, die Dir bei der natürlichen Verhütung helfen. Du kannst aber auch auf einfache Kurvenblätter aus Papier und auf einen Stift zurückgreifen, was wohl die günstigste Variante ist.


Wenn Du es ein wenig komfortabler haben möchtest, kaufst Du Dir entweder einen Verhütungscomputer oder eine App (teilweise sogar kostenlos) und ein Thermometer, an dem Du zwei Nachkommastellen ablesen kannst. Ich selbst habe mit einem Verhütungscomputer und der parallelen Kurvenblatt-Aufzeichnung begonnen (habe dem Braten einfach nicht getraut) und bin dann auf Apps umgestiegen.


Unter dem Punkt Tools stelle ich Dir alle Hilfsmittel mit ihren Vor- und Nachteilen vor. Bitte nimm Dir aber die Zeit, um die Methode zu erlernen und verlass Dich nicht blind auf die Technik. Starte auf der nächsten Seite!


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