nicht auswertbare Zyklen

Die 5 häufigsten Gründe für nicht auswertbare Zyklen

In letzter Zeit bekomme ich viele Nachrichten besorgter Leserinnen, die ihre Temperaturkurven bzw. kompletten Zyklen nicht auswerten können. Während das gar nicht so ungewöhnlich ist, und immer mal wieder vorkommen kann, gibt es dennoch ein paar wiederkehrende Ursachen, die zum Teil schnell und einfach behoben werden können.
 
Vielleicht überrascht es einige von Euch, aber es gibt tatsächlich Zyklen, die bei einer normalen, gesunden Frau nicht auswertbar sind – und das obwohl sie ggf. sogar einen Eisprung in einem solchen Zyklus hatte. Denn nicht immer sind die optimalen Bedingungen für eine Auswertung gegeben: Manchmal fehlen zum Beispiel zu viele Messwerte aufgrund von Störfaktoren oder von Vergesslichkeit. Doch darum soll es in diesem Artikel nicht gehen.
 
Ich möchte Euch folgend die häufigsten Gründe nennen, die darüber hinaus zu nicht auswertbaren Temperaturkurven bzw. Zyklen führen und was Ihr konkret dagegen tun könnt.
 

1. Grund für nicht auswertbare Zyklen: die Pille

 
Wenn Du hormonell verhütet hast und das Verhütungsmittel absetzt, dann kann es gut sein, dass Dein Körper zunächst „verrückt“ spielt. Er muss sich daran gewöhnen, wieder ohne künstliche Hormone klar zu kommen. Die Eierstöcke müssen erst wieder lernen, zu arbeiten – sie waren zum Teil sehr lange Zeit auf Eis gelegt. Viele Frauen erleben die ersten drei Monate nach dem Absetzen der Pille oder einem anderen hormonellen Verhütungsmittel noch als recht „normal“: Die Periode kommt regelmäßig, die Haut ist rein, die Haare voll und schön, es geht ihnen gut.
 

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Doch danach kommt oft das böse Erwachen: unregelmäßige Menstruation, Pickel und Akne, Haarausfall, schlechte Laune. Die Verzögerung dieser unschönen Nebenwirkungen liegt darin, dass der Körper zirka drei Monate benötigt, um die künstlichen Hormone komplett aus seinem System zu spülen. Erst dann beginnt er von allein zu arbeiten und hat dabei häufig Startschwierigkeiten.
 
Das macht sich auch in der Temperaturkurve bemerkbar: ein verspäteter oder überhaupt kein Temperaturanstieg sind nicht ungewöhnlich für Post-Pill-Zyklen, ebenso verkürzte Gelbkörperphasen und Zyklen ohne Eisprung. Auch der Zervixschleim kann Probleme bereiten: Bedingt durch die Hormonschwankungen haben Frauen nach Absetzen der Pille oftmals gar keinen Zervixschleim, lange Phasen mit der stetig gleichbleibenden Zervixschleimqualität und/oder um die Zeit des Eisprungs keinen signifikaten Wechsel im Schleimmuster. Das macht eine Auswertung oftmals schwierig bis gar nicht erst möglich.
 
Es ist also ganz normal, wenn Du Deine Zyklen nach Absetzen der Pille zunächst nicht auswerten kannst. Und leider kann man da nicht viel machen, außer: abwarten, Geduld haben, dem Körper die Zeit geben, die er braucht. Wer ihn dennoch ein wenig dabei unterstützen möchte, dem empfehle ich das Buch von Isabel: ByeBye Pille (*Partnerlink).
 

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2. Grund für nicht auswertbare Zyklen: unterschiedliche Messzeiten

 
In vielen Temperaturkurven, die mir zugeschickt werden, beobachte ich immer wieder, dass Temperaturwerte „gestört“, also ungewöhnlich hoch sind, wenn sie viel später als andere gemessen wurden. So ist bei vielen zum Beispiel die Temperatur um 6.30 Uhr konstant niedriger als die um 9.30 Uhr. Die 9.30-Ausreisser bewirken dann eine nicht auswertbare Kurve. Natürlich nicht bei jeder Frau: einige können messen, wann sie wollen und dennoch problemlos auswerten. Bei anderen aber funktioniert es nicht.
 
Hier ist die Lösung ganz einfach: Jeden Tag zur ungefähr gleichen Uhrzeit messen, mit maximal einer Stunde Differenz. Auch am Wochenende. Da könnt Ihr Euch dann einen Wecker stellen, messen und weiterschlafen.
 

3. Grund für nicht auswertbare Zyklen: zu kurze Messdauer

 
Viele Frauen verwenden ein digitales Basalthermometer zur natürlichen Verhütung, und daran ist überhaupt nichts auszusetzen. Was jedoch dringend beachtet werden sollte: digitale Thermometer piepsen oft schon nach wenigen Messsekunden. Die symptothermale Methode aber erfordert eine Messung von mindestens drei Minuten. Es sollte also über den Piepston hinaus gemessen werden (das gilt nicht für Computer und Bluetooth-Thermometer).
 
Bei einigen Frauen sind sogar drei Minuten zu kurz, sprich die Zyklen dadurch nicht auswertbar. Hier kann auf vier oder fünf Minuten erweitert werden.
 

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4. Grund für nicht auswertbare Kurven: ungenauer Messort

 
Grundsätzlich sind orale, vaginale oder rektale Messungen bei der symptothermalen Methode „erlaubt“. Doch gerade Erstere, also die Messung im Mund, ist sehr störanfällig. Als stabilste und genaueste gilt die vaginale Messung. Falls Du also nicht auswertbare Zyklen hast und oral misst, solltest Du es im kommenden Zyklus mit der vaginalen Messung probieren. Falls Du bei oral bleiben möchtest, würde ich Dir empfehlen immer unter der Zunge zu messen und den Mund möglichst zu schließen. Weitere Tipps zur oralen Messung hier.
 

5. Grund für nicht auswertbare Zyklen: ungenaues Thermometer

 
Auch wenn es viele gute, digitale Basalthermometer gibt, so messen sie doch grundsätzlich ungenauer als analoge. Ich selbst hatte mit meinem Geratherm basal (*Partnerlink) die ruhigsten Temperaturkurven überhaupt. Daher empfehle ich Euch einen Umstieg in Erwägung zu ziehen, wenn die Gründe 1 bis 4 ausgeschlossen werden können bzw. die Änderungen keine Abhilfe geschaffen haben. Der Thermometerwechsel sollte übrigens niemals mitten im Zyklus erfolgen, sondern erst ab dem nächsten.
 

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Fazit zu den häufigsten Gründen für nicht auswertbare Zyklen

 
Wie Ihr unter Punkt 2 bis 5 lesen könnt, lassen sich die Ursachen für nicht auswertbare Temperaturkurven und Zyklen in den allermeisten Fällen schnell und einfach beseitigen. Schwieriger wird es leider bei Punkt 1, also nach dem Absetzen der Pille oder einem anderen hormonellen Verhütungsmittel. Hier ist oft Geduld gefragt und manchmal das Einzige, was hilft.
 

Schreib Deine Meinung gern unten in die Kommentare! Oder lies weiter:

 
 
 

4 Comments
  • Vielen Dank, Maggie, für den tollen und erhellenden Artikel! Werde ich für meine Patientinnen weiterempfehlen.
    Lieben Gruß vom Nordlicht
    Dorothee Struck

    16. Oktober 2018 at 7:58
  • Romina
    Antworten

    Liebe Maggie,

    vielen Dank für deinen Artikel, der für mich genau richtig kommt. Habe im Juni diesen Jahres die Pille abgesetzt und befinde mich gerade im 3. Post-Pill-Zyklus. Die ersten beiden Zyklen waren auch wunderbar bei mir, aber der dritte spielt gerade ziemlich verrückt. Meine Temperatur (obwohl immer zur selben Zeit gemessen) ist ein reines, tägliches Auf und Ab, immer um etwa 0,1 – 0,2 Grad. Mir war nicht klar, dass das ganze Chaos erst 3 Monate nach der Pille losgeht und ich hatte mich schon gefreut, dass meine Zyklen so toll ablaufen. Naja, dann weiß ich jetzt, dank dir, Bescheid und muss mir keine Sorgen machen.
    Ich hätte aber dennoch eine Frage. Mein Mann und ich hatten in diesem Zyklus während der hochfruchtbaren Zeit, die mir mein myWay angezeigt hat, jeden Tag auch Sex gehabt. Kann es sein, dass ich schwanger bin (was gewünscht ist), auch wenn meine Temperatur so niedrig ist? Heute morgen ist sie auf 35,93 Grad gesunken. Ich habe die Hoffnung, dass sie nur so niedrig ist, weil mein Körper sich noch einfinden muss, und ich aber dennoch schwanger sein könnte. Oder ist solch eine Temperatur definitiv ein schlechtes Zeichen?

    Vielen Dank und viele Grüße
    Romina

    16. Oktober 2018 at 11:34

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