Drei Monate mit der Ovy App

Es gibt sie leider: Diese Momente als Bloggerin, in denen man ein schlechtes Gewissen hat. Zum ersten Mal überkam es mich beim Testen der Natural Cycles App, da der Kontakt zum Team so nett war, ich die App aber letztendlich nicht guten Gewissens weiterempfehlen konnte. Gleiches gilt leider für Ovy. Hier sind es jedoch ein paar andere Punkte, die zu meinem Testurteil führen.

 

Das Design und der Aufbau der Ovy App

 

Die Startseite der Ovy App: clean & übersichtlich

Fangen wir mal mit den guten Dingen an: Ovy sieht klasse aus! Ich kann voller Überzeugung behaupten: So eine schöne App für natürliche Verhütung gab es bisher noch nie. Die Startseite bildet ein Kreis, der den aktuellen Stand in Eurem Zyklus deutlich markiert. Eure Periode wird in Pink, die voraussichtliche fruchtbare Phase in Mintgrün angezeigt. In der Mitte des Zykluskreises gibt es drei Anzeigen, die vor und zurück geblättert werden können: die aktuelle Chance auf Schwangerschaft (gering, mittel, hoch), die Tage bis zur nächsten Periode sowie Eure gemessene Basaltemperatur.

 

Unter dem Kreis befindet sich Eure Temepraturkurve, zu der ich unter dem Punkt Auswertung noch komme. Darunter folgen dann Eure eingegebenen Körpersymptome, die über das Pluszeichen hinzugefügt werden können. Hier bietet Ovy eine wirklich große Bandbreite. Neben den Klassikern Temperatur, Zervixschleim (der leider fälschlicherweise als Ausfluss bezeichnet wird) und Periode, können Notizen zu Hygienemitteln, Stimmung und und und hinzugefügt werden. Ich finde es jedoch etwas missverständlich, je einen eigenen Punkt für Krankheit, Medikamente und Schlaf anzubieten und diese drei nicht bei Störfaktoren zu listen. Denn zu diesen zählen Krankheit, Medikamente und schlechter Schlaf unter Umständen, was aber sicher nicht alle Userinnen wissen und dann eventuell übersehen, diesen Wert auszuklammern.

 

Die Kalenderansicht der Ovy App: auch schön

Von der Startseite aus gelangt Ihr über das Icon oben links zur Kalenderansicht, die ich ebenfalls sehr hübsch finde. Auch hier sind prognostizierte Perioden und fruchtbare Phasen eingezeichnet. Erstere haben bei mir leider nicht immer übereingestimmt. Das Icon oben rechts führt Euch von der Startseite in den Einstellungs-Bereich, in dem Ihr Euch unter anderem einen Zyklusreport downloaden könnt. Auch zu diesem möchte ich unten in der Auswertung mehr sagen.

 

Die Bedienung der Ovy App

 

Die Bedienung der Ovy App ist kinderleicht und intuitiv. Die App ist klar und übersichtlich aufgebaut, ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand mit der Bedienung Schwierigkeiten hat. Ich würde mir wie schon erwähnt wünschen, die Störfaktoren zusammenzufügen sowie den Ausfluss korrekterweise als Zervixschleim zu benennen. Bei Periode fehlt meines Erachtens außerdem der Punkt Schmierblutung.

 

Was noch mehr fehlt: Das Vor- und Zurückblätten von einem zum nächsten Zyklusblatt, von einer zur nächsten Temperaturkurve. Sowie das Nachtragen von Daten in vergangene Zyklen. Das Nachtragen ist über die Kalenderfunktion zwar möglich, jedoch nur für einen eingeschränkten Zeitraum.

 

Zur App gehört übrigens ein Basalthermometer, welches ich jedoch nicht verwendet habe (Kosten: 14,90 Euro). Ihr könnt dieses oder ein gewöhnliches, anderes Basalthermometer nutzen. Ich selbst habe die Werte des Wink in die App eingetragen. Auch Ovy bringt demnächst ein eigenes Bluetooth-Thermometer heraus, das die Daten automatisch an die App überträgt – juhu!

 

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Die Auswertung der Ovy App

 

Tja, ich würde gern etwas zu diesem Punkt sagen, aber ich kann es nicht so richtig. Denn die Auswertung der App ist nicht ersichtlich. Ovy wertet nach eigenen Aussagen nach symptothermaler Methode und zusätzlich nach eigenem Algorithmus aus. Da hab ich nichts gegen, auch die daysy und der myWay verfahren so. Aber: Diese beiden Tools zeigen eindeutig an, ob Fruchtbarkeit angenommen werden muss oder nicht. Die Ovy App hingegen differenziert nur in den Chancen auf eine Schwangerschaft: gering, mittel, hoch. Das finde ich nicht ausreichend. Und auch irreführend. Denn kurz vor dem fruchtbaren Fenster (das mintgrün markiert wird) sind die Chancen mittel. Hier ist also durchaus schon eine Schwangerschaft möglich, einige Userinnen könnten sich aber denken: „Hmm, nur mittel? Dann brauche ich nicht zu verhüten“.

 

Ich würde mir hier eine eindeutige und ganz klare Ansage wünschen: Bin ich fruchtbar oder bin ich es nicht? Wenn die Auswertung wirklich symptothermal und nach eigenem Algorithmus verläuft, dürfte sie doch bombensicher sein, oder? Warum also nicht klar kommunizieren, was Sache ist?

 

Die Temperaturkurve der App

 

Die Temepraturkurve der Ovy App kann ich mit einem Wort beschreiben: ungenügend. Sie ist viel viel viel zu klein und überhaupt nicht leserlich. Kein Mensch kann daran seine Temperaturwerte ablesen, geschweige denn die Auswertung gegenchecken (wobei diese eh nicht ersichtlich ist, siehe oben). Hier müsste ganz klar nachgerüstet werden (soll es nach Angaben der Entwicklerinnen auch).

 

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Ich würde Euch nun gern meine drei Temperaturkurven der Ovy App präsentieren – diese habe ich jedoch nicht direkt in der App abbilden können, da das Zurückblättern wie beschrieben nicht möglich ist, und ich es verpasst habe mir immer direkt einen Screenshot zu machen. Stattdessen habe ich den Zyklusreport als PDF-Datei heruntergeladen.

 

Vollständig sind allerdings nur der erste und dritte Zyklus. Im zweiten habe ich nicht regelmäßig messen können aufgrund von sehr unruhigen Nächten mit Baby. Hier kommt Zyklus Nummer 1:

 

 

Die Kurve sieht sehr unruhig aus, was sie aber eigentlich gar nicht war (ich habe den direkten Vergleich aus der Kindara App). Ovys Temepratursprünge sind in der Skala nur etwas groß geraten. Im Zyklusreport steht außerdem: Kein Nachweis eines Eisprungs anhand der Temperaturkurve. Öhm, komisch, denn: Mithilfe der 1. Ausnahmeregel ist dieser Zyklus sehr wohl auswertbar, und zwar am Abend des 17. Zyklustages (ohne Zervixschleimauswertung, die erst später abgeschlossen war). Ovy weist darauf hin, dass die Vollständigkeit der Messungen nicht unter 75 Prozent liegen sollte, ich messe jedoch maximal 50 Prozent im Zyklus. Schade, dass Ovy damit nicht klarzukommen scheint.

 

Und hier nun der dritte Testzyklus:

 

 

Auch hier schreibt Ovy, dass kein Eisprung nachgewiesen werden konnte. Der Zyklus ist jedoch mit den ganz gewöhnlichen NFP-Regeln auswertbar (3-über-6-Regel ist erfüllt, trotz zwei fehlender Werte an Tag 12 und 15). Auch wenn ich zwei fiktive Werte für Tag 12 und 15 eintrage und diese als Störfaktoren markiere, sieht die Kurve genauso aus (nur eben mit zwei Punkten mehr).

 

Mein Fazit zur Ovy App:

 

Ich glaube, Ihr könnt es schon erahnen: Nur gut aussehen reicht (mir) nicht. Die Ovy App hat ein wunderschönes Design und eine einfache, intuitive Bedienung. Es hapert jedoch an wichtigen Basics, wie einer viel zu kleinen Temepraturkurve, keiner eindeutigen Fruchtbarkeits-Anzeige, keinem Vor- und Zurückblättern der Zyklen usw. Auch von der Auswertung bin ich enttäuscht, hatte ich doch einen nachweislichen Eisprung im ersten und dritten Testzyklus.

 

Ich kann die App insgesamt nicht weiterempfehlen, zumindest nicht zur Verhütung, auch nicht wenn sie bald mit Bluetooth-Thermometer kommt. Sollte das Update mit den oben genannten Verbesserungen kommen, gebe ich ihr aber gern noch mal eine Chance.

Nach eigenen Angaben eignet sich Ovy übrigens nicht für Frauen

 

mit unregelmäßigen Zyklen, zum Beispiel durch Einnahme bestimmter Medikamente, Chemotherapien, Teenager

 

die nicht schwanger werden dürfen, zum Beispiel wegen gesundheitlicher Risiken

 

die eine tägliche Messung zur gleichen Zeit nicht garantieren könnten, zum Beispiel wegen einer reisenden Tätigkeit

 

Zum Abschluss kommen hier noch meine persönlichen Vor- und Nachteile der Ovy App:

 

Vorteile Ovy App:

 

  • kostenlos, für Android + iOS

 

  • Basalthermometer gleich mitbestellbar

 

  • bald mit Bluetooth-Thermometer nutzbar

 

  • schönes Design

 

  • hohe Benutzerfreundlichkeit

 

Nachteile Ovy App:

 

  • keine eindeutige Fruchtbarkeitsangabe

 

  • viel zu kleine, nicht einsehbare Temperaturkurve

 

  • keine Einsicht in die Auswertung

 

  • kein Zurückblättern der Zyklen

 

  • erfordert viele Messungen, mindestens 75 Prozent im Zyklus

 

  • hat meinen Eisprung nicht erkannt

 

  • etwas missverständliche Einteilung der Störfaktoren

 

Schreib Deine Meinung gern unten in die Kommentare! Oder lies weiter:

 

9 Comments
  • Liebe Maggie, danke für den Testbericht. Man hätte das schon vorher ahnen können, denn nicht überall wo symptothermal drauf steht – ist auch auch die symptothermale Methode nach den Regeln der AG NFP verteufelst. Ich wolle noch mal zeigen, wie gut der iButton abschneidet – den du auf deinem Blog nicht vorstellen möchtest – weil er angeblich nichts taugt – zeigt dieses anonyme Interview – da muss Ovy erstmal hinkommen: http://hormonfreiverhüten.com/2017/08/16/nfp-verhuetung-trotz-schichtarbeit-interview-mit-steffi/

    22. August 2017 at 15:24
  • Wiebke
    Antworten

    Hi Maggie,

    danke Dir sehr für Deinen ausführlichen und fundierten Bericht! Ich kann das alles unterschreiben und möchte gerne ein paar Anmerkungen meiner Sicht – einer „Fortgeschrittenen“ mit nur noch minimalistischer Kurvenführung 😉 – ergänzen.

    Ich habe mir die App mit Interesse angesehen. Ich hatte ehrlich mehr erwartet (aufgrund des offensiven Marketings über die „Medien“ und „Social-Media“). Ich bin allerdings sehr schnell ernüchtert zu dem Urteil gekommen, dass – obwohl im App-Store „symptothermale Methode“ drauf steht – es sich hier offenbar nicht zu 100% um eine App auf der Basis des wirklich sehr gut erforschten Regelwerks der AG NFP handelt. Und dass die App für mich als Tool für die regelkonforme Anwendung der „Sensiplan“-Methode nicht funktioniert, weil sie offenbar eine „Black Box“ ist.

    1. Weil die App nicht einmal die Begriffe und Kategorien „der wissenschaftlich anerkannten symptothermalen Methode“ einhält (konkret: alle Regeln der AG NFP; Beispiel: die ohne Begründung vereinfachten Zervixschleimkategorien – drei der unterschiedlich gemeinten „Ovy-Kategorien“ wären bei „Sensiplan“ sehr nah beieinander liegende Eigenschaften von S+! Ausführliche Bedienungs-Anleitung? Fehlanzeige! Wäre aber vor dem Hintergrund, weil vom wissenschaftlichen Regelwerk und dem sinnvollen Abfrageschema „gefühlt“/“gesehen“ bewusst abgewichen wird, mehr als nötig! „Natürlich und sicher“ funktioniert da als Standardnachschlagewerk für Anfängerinnen auf „Ovy“ bezogen nicht so wirklich…).

    2. Weil das zugrundeliegende Regelwerk nirgendwo exakt mit allen Regeln wirklich transparent erläutert wird. Nicht in der App. Nicht auf der Homepage und auch nirgends sonst. Es wäre aber nötig, das unbedingt benennen, da es unterschiedliche symptothermale Methoden gibt.

    3. Weil an keiner Stelle die relevanten Symptome exakt skaliert in nachvollziehbarer Auswertung und in Beziehung zueinander anzeigt werden. Graphische Anzeige des „Ausflussverhaltens“? Nichts! Dass das warum auch immer wissenschaftlich falsch bezeichnete „Ausflussverhalten“ in den Algorithmus einfließt, wird ja erwähnt. Von doppelter Kontrolle habe ich allerdings nichts gelesen. Weder in der App, der Homepage. Das Prinzip müsste meiner Meinung nach exakt benannt und graphisch auch so sichtbar gemacht werden!

    Die App ist hinter der wirklich schönen Benutzer-Oberfläche völlig intransparent und gerade das läuft meiner Meinung nach der symptothermalen Methode an sich komplett entgegen. Da die App nicht wie ein Zyklusblatt verwendbar ist. Eigentlich ein weiteres No-Go für mich: die App funktioniert aktuell nur ONLINE.

    Was mir nicht klar ist, wie die „symptothermale Methode“, die im Prinzip vom ersten Zyklus zur sicheren Auswertung verwendet werden kann, und ein „selbstlernender Algorithmus“, der nach einer Zeit des Lernens erst sicher etwas berechnen kann, miteinander sinnvoll in Einklang zu bringen sind und sich gegenseitig verbessern könnten, sprich: die Sicherheit erhöhen! Ein Satz wie dieser auf der Homepage ist inhaltlich nicht zutreffend: „Die Berechnung basiert auf der wissenschaftlich anerkannten symptothermalen Methode“. Oder? Auswerten ist nicht Berechnen.

    Die Berechnung von Prognosen (Eisprung, Menstruation, fruchtbaren Tage, Schwangerschafts-Wahrscheinlichkeit) ist vom „Sensiplan“-Regelwerk an keinem Punkt gedeckt.
    (Die Minus-8-Regel, die im Ansatz zumindest eine Kalender-Regel ist, wird durch doppelte Symptomkontrolle des Zervixschleims korrigiert, ist also keine Rechenformel für Prognosen).

    Warum wird im offiziellen „Media Kit“ von Ovy, das Dir vorliegt (?), mit der „Digitalisierung der Temperaturmethode“ geworben und einem Pearl Index der „Temperaturmethode“ von 0,8 bis 3 ohne Angabe einer Referenz? Und auf der Homepage von „Ovy“ steht unter den FAQ zu dem Punkt: „Wie sicher ist Ovy?“ dieser Satz: „Der Pearl Index der Temperaturmethode beträgt 0,8 bis 3.“

    Das ist meinen Recherchen nach der Pearl Index der veralteten „Basaltemperaturmethode“ von Döring, der auf Studien aus den 1960er Jahren beruht.

    Der allerdings als reiner Methoden-Pearl-Index sowieso Nichts darüber aussagen würde, ob die automatisierte Anwendung der Regeln der Basaltemperaturmethode durch „Ovy“ diesen Pearl Index überhaupt abbilden könnte. Dazu fehlt eine Effektivitätsstudie. (Würde da der noch bessere PI von „Sensiplan“ stehen, würde dasselbe gelten).

    Bei Döring gilt eine andere „3-über-6-Regel“: Alle drei Werte müssen 0,2 höher sein! Und es gibt keine Ausnahmeregeln! Weshalb viele Zyklen damit nicht ausgewertet werden können. Sollte der Algorithmus danach programmiert worden sein, würde das vielleicht die Nicht-Auswertbarkeit der beiden Zyklen vielleicht erklären, auch wenn es schräg klingt. Es wäre zumindest mal zu überprüfen.

    Ausserdem finde ich nicht nachvollziehbar, warum in der kaum entzifferbaren Darstellung Deines Zyklus nirgends ein Zervixschleim-Peak eingezeichnet wird. Du solltest einen Auswertungsvermerk bzw. Peak im Zyklusreport finden können, wenn der Algorithmus doch die doppelte Symptomkontrolle anwendet!?!?!?!?

    Eine Minus-8-Regel habe ich in der App (Version 1 und Version 2) vergeblich gesucht, dafür eine rein kalenderbasierte Minus-6-Regel (nach Döring?) gefunden, ist hinter dem „Info-Button“ in der Kategorie „Sex“ erklärt.

    Besonders Irreführend fand ich, dass der Algorithmus nach Eingabe der durchschnittlichen Zykluslänge bei der Anlage eines Profils für die ersten fünf Tage des ersten Zyklus mir folgende Prognose anzeigte: „niedrige Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft“. Die App wusste nicht, ob ich im Zyklus davor einen Eisprung hatte…

    Das ist weder mit „Sensiplan“ noch mit der strengen Temperaturmethode nach Döring in Übereinstimmung zu bringen. Es ist eine Missachtung der Minus-5-Regel.

    Richtig ist: Offiziell wird die App nicht zum Verhüten kommuniziert, allerdings wird zumindest indirekt suggeriert, dass es möglich sei. Die Begründung auf der Homepage für die fehlende Empfehlung lautet, dass die App dafür nicht zertifiziert sei und daher nicht zum Verhüten mit der symptothermalen Methode kommuniziert werden könne. Der entscheidende Punkt liegt meiner Meinung nach aber eigentlich woanders.

    Es gibt keine einzige App, die von den Sensiplan-Forschern in Heidelberg als „effizientes Mittel zur Familienplanung“ im Sinne „der wissenschaftlich anerkannten Methode“ akzeptiert wird. Das Regelwerk der AG NFP ist ja nur für den Anwendungsmodus manueller Auswertung durch geschulte Anwenderinnen erforscht. „Sensiplan“ ist ausschließlich durch diese „analoge“ Anwendungsweise definiert und zudem markenrechtlich geschützt.

    Eine App, auch wenn sie völlig transparent und regelkonform die Regeln der AG NFP zur Auswertung verwendet, was nicht verboten ist, das offen zu kommunizieren, wird in dem Kontext von den Wissenschaftlern als „Zyklustagebuch“ eingestuft – bis jetzt. Das hat einen ähnlichen Status wie ein Zyklusblatt, womit ja eigenverantwortlich sehr sicher gearbeitet werden kann, wenn klare Aussagen wie „Fruchtbar“/ „Unfruchtbar“ getroffen werden (können). Weshalb schlaue Anwenderinnen im Einklang mit der Methode eben manuell auswerten und/oder jede Auswertung mindestens gegen checken … 😉

    Mach ich selber so. Find ich absolut richtig, liebe Maggie, dass Du an dem Punkt absolute Transparenz einforderst!

    Aus Heidelberg werden Publikationen zum Thema „Zyklus-Apps“ angekündigt. Auch die Ergebnisse einer mehrjährigen Langzeitstudie mit Autodidaktinnen, die mit „MyNFP“ und „nfp-forum/kurvenreich“ eingestiegen sind. Dieser wissenschaftliche Artikel passt gut zur Problematik, auch weil er die Standards, die erfüllt sein sollten, aus Sicht der Wissenschaft ganz gut skizziert.

    http://sektion-natuerliche-fertilitaet.de/fertilitaets-und-zyklus-apps-im-netz/

    So weit, so ausführlich!
    In dem Sinn: Mach weiter, bleib dran!

    22. August 2017 at 19:16
  • Maja
    Antworten

    Liebe Maggy,

    Auch von mir ein dickes Lob! Ich liebe die Schriftart deiner Webseite, aber vorallem haben mir inhaltlich deine Vergleiche immer sehr weitergeholfen (ZB ciclotest vs daysy usw). Dass du trotz Kind nich am Ball bleibst, ausführlich berichtest und diszipliniert das Testkaninchen spielst – respekt! 🙂
    Ich war tatsächlich kurz davor mir die daysy zu kaufen. Allerdings besticht cycletest myway mit einem PI von 0,3 – da kann daysy mit 0,7 nicht mithalten. Da kam dann aber hinzu, dass cyclotest nicht so reistransportabel ist, wie daysy und eigentlich auch „nur“ regelkonform nach sensiplan auswertet. Da ist man dann mit einer sensiplan-ausgerichteten App plus Thermometer deutlich flexibler, hat einen besseren Einblick und spart eventuell ein paar euros.

    Ich habe ein paar Fragen 🙂
    1) die Ovy-App hat wohl im November ein Update released und soll nun komplett sensiplan-konform auswerten – und ist weiterhin kostenlos geblieben. Das macht mich schon ziemlich stutzig. Wo ist da der Haken? Ist absehbar, ob auch Ovy kostenpflichtig wird?
    1.2) hattest du Gelegenheit die brandneue Version zu testen? Was sagst du dazu? Mir stellt sich da nämlich die Frage, warum man dann nich mynfp nutzen sollte, wenn andere Apps das kostenlos anbieten… und das macht mich skeptisch.
    1.3) weisst du vielleicht grob, wie teuer das neue Ovy-Thermometer werden soll? Ähnlich wie der Wing?

    2) die Neome-App finde ich sehr schön designed, im neuen Update wurde auch die Temp.kurve vergrößert. Ein passendes bluetooth-Thermometer wäre toll. Weisst du, ob das in Planung ist? Sonst frage ich dort selbst mal nach.
    Wenn ich die App mit Ovy vergleiche, frage ich mich, warum sie kostenpflichtig ist? Ich habe kein Problem mit Abos, aber ich wüsste gerne, inwieweit sie mehr Geld wert ist als Ovy und mynfp, wo ja auch exakt 29,90€ (also bei neome und mynfp) pro Jahr bei Nutzung fällig sind.
    Welche der 3 Apps hat für dich die Nase vorn und warum? Vielleicht wäre ein Vergleich wieder schön 🙂

    3) ich habe beim Googeln ein bluetoothfähiges Basalthermometer gefunden, zu dem es weit und breit keine Testberichte gibt, außer bei Amazon. Da es deutlich günstiger ist als der wink, und Ovy noch bis 2018 mit dem Verkauf warten will (zumal der Preis wohl nicht feststeht), dachte ich, dass ich dieses femometer mal bestelle. Vorher wollte ich mal fragen, ob du das schon kennst und was du dazu sagst 🙂
    Eine App soll es dazu auch geben, aber die ist wohl nicht sensiplan-konform, daher würde ich sie nur als Tempi-Speicher nutzen.
    https://m.bongmi.com/femometer
    Schade ist, dass es keine Temp.anzeige auf dem Femometer selbst gibt :/

    Fragen über Fragen. Vielleicht interessiert das auch die anderen Mädels und wäre einen Artikel wert ? 🙂

    PS: kann man bei dir irgendwo etwas spenden?

    30. November 2017 at 9:14
  • Kim
    Antworten

    Hallo liebe Maggie,

    ich bin NFP Anfängerin und teste mich gerad durch ein paar Apps.
    Dabei haben mir deine Berichte schon vorab, bei der Auswahl der Apps, sehr geholfen!
    Von der Anwenderfreundlichkeit gefallen mir die mynfp, ovy und lady cycle zur Zeit am besten!
    Bei Lady Cycle kann man so viel nachlesen und eintragen!
    Kennst du die App und gibt es dabei irgendeinen Haken?
    bzw. muss ich dabei irgendetwas beachten?
    Mir ist aufgefallen, dass mynfp und ovy meinen Eisprung bereits angezeigt haben und ausgewertet haben… Bei Lady Cycle war das bisher noch nicht der Fall…

    Liebe Grüße von Kim

    31. Januar 2018 at 10:25
  • Chattie
    Antworten

    @Kim
    Lady Cycle wertet deinen Eisprung nur dann aus, wenn du sowohl Temperatur, als auch Schleim oder Muttermund Daten eingegeben hast. Eben ganz streng nach Sensiplan. Hat bei mir funktioniert ?

    @Maggie
    Ich finde deinen Blog ganz toll, aber es ist wirklich Zeit, dass du eine App testest, weil sie toll funktioniert. Dass schöne Optik allein nichts bringt, hast du ja schon selbst geschrieben ?

    Auch mich hat diese App erst durch ihr Tutorial und viele Hilfen an Sensiplan herangeführt – allein das und die Tatsache, dass diese kostenlose App auch von Stiftung Warentest empfohlen wird, sollte schon einen Test wert sein ?
    Am Design haben die Entwickler auch schon gedreht. Wird zwar wohl nie schön wie bei der Konkurrenz, aber wen stört es?

    LG

    15. Februar 2018 at 19:09
  • Miri
    Antworten

    Liebe Maggie,
    ich habe mir jetzt so ziemlich jeden deiner Testberichte durchgelesen, aber je mehr ich lese, desto verwirrter bin ich. Nicht falsch verstehen! Du machst das absolut klasse, aber ich bin absolute Anfängerin auf dem Gebiet. Daher versuche ich mich an Profis zu orientieren. Ich nutze tatsächlich die Ovy App inkl. des Thermometers, weil ich einfach für den Anfang keine große Summe investieren wollte.
    Aber nun werde ich immer unsicherer. Was würdest du einer Anfängerin für ein Thermometer bzw. Computer besten Gewissens empfehlen? Wie lange hast du gebraucht, um dich in dieses Thema einzulesen? Ich muss sagen, diese ganzen Kurven sagen mir (noch) nicht ganz soviel, aber ich möchte es gern verstehen.
    Weißt du zufällig, ob die Kurven bei PCO auch so aussagekräftig sind? Der Verdacht besteht nämlich bei mir.
    Ich danke dir schon mal für deine Antwort! Und mach bitte weiter so!! Ich finde es klasse 🙂
    LG
    Miri

    14. März 2018 at 8:31
  • Bailey
    Antworten

    Hallo, ich fänds cool nochmal einen Bericht zum jetzigen stand der App zu finden, da sich laut Versionsverlauf mega viel getan hat in letzten 8 Monaten! Durch deinen Artikel bin ich dahingehend natürlich neugierig geworden. Ich interessiere mich seit kurzem für das Thema, da ich die Pille abgesetzt habe und mich mehr mit meinem Zyklus außeinander setzen möchte. Jedenfalls sagt ovy jetzt auch offiziell in der App Beschreibung, dass auf dem NFP Regelwerk basiert. Dem Versionsverlauf ist zu entnehmen, dass einige der von dir genannten „falschen“ oder fehlenden Punkte geändert oder hinzugefügt wurden.

    LG

    16. März 2018 at 15:14
  • Bailey
    Antworten

    Mein Fehler ich hab grade gesehen, dass du einen neuen Bericht dazu geschrieben hast ? tut mir sehr leid

    16. März 2018 at 16:28

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