Verhütungs-Apps im Test

Vier Verhütungs-Apps im Test

Ich wollte es genau wissen: Welche Verhütungs-App ist die beste? Und habe daher zwei Zyklen lang parallel Ovy, Lily, Kindara und myNFP Mobile getestet, einige davon bereits zum zweiten Mal. Warum und wie mein Testergebnis ausgefallen ist, das lest Ihr nun hier.

 

1. Ovy

 

Verhuetungs-Apps im TestWie Ihr vielleicht wisst, habe ich im vergangenen Sommer Ovy bereits drei Zyklen lang getestet. Und mein Urteil ist nicht gerade berauschend ausgefallen. Auch Stiftung Warentest hat meine Einschätzung bestätigt, indem Ovy mit Mangelhaft bewertet wurde. Von Seiten der Entwicklerinnen hieß es, die getestete Version sei veraltet gewesen und die neue würde nun einwandfrei nach den Regeln der symptothermalen Methode funktionieren (ich bilde mir allerdings ein, dass dies auch schon bei der damaligen Version behauptet wurde). Da mir das Design der App so gut gefallen hat, wollte ich der Auswertung nun eine zweite Chance geben.

 

Und ich wurde bitter enttäuscht. Dadurch, dass ich Ovy mehrere Monate nicht verwendet habe, ist die App von einem seeeeehr langen Zyklus ausgegangen. Gleich zu Beginn meiner zweiten Testphase wurde mir daher eine in diesem Zyklus sehr spät erfolgende fruchtbare Phase prognostiziert. Und diese änderte sich nicht: Egal welche Daten ich eingab, Ovy beharrte darauf, dasss ich noch lange nicht fruchtbar bin. Auch nicht, als ich sehr gute Schleimqualitäten dokumentierte und meine 1. höhere Messung eingab. Es wurde stets „Chance auf Schwangerschaft: Mittel“ angezeigt.

 

Ovy: Fruchtbarkeit wird ignoriert

 

Verhuetungs-Apps im Test

Obwohl aktuell keine Daten-Eingabe erfolgt, prognostiziert mir Ovy einen Eisprung und eine fruchtbare Phase. Das hat nichts mit symptothermaler Methode zu tun!

Ehrlich gesagt macht mich das ziemlich wütend. Wie kann eine App, die behauptet nach dem NFP-Regelwerk auszuwerten, eindeutige Zeichen von Fruchtbarkeit ignorieren? Liebe Ovy-Gründerinnen, habt Ihr schon mal etwas davon gehört, dass bei Zervixschleimqualitäten von f, S und S+ vor abgeschlossener Auswertung Fruchtbarkeit angenommen wird? Also auch wenn die 5-Tage oder Minus-8-Regel angewendet wird. Schlichtweg falsch ist auch, dass vor und am Tag meiner 1. höheren Messung ebenfalls nur MITTLERE Chance auf Schwangerschaft besteht.

 

Ohnehin ist es mir ein Rätsel, warum es trotz Update weiterhin keine vernünftige Fruchtbarkeitsanzeige gibt. Ich halte die Einstufung der Chance auf Schwangerschaft (gering, mittel, hoch) sowas von gefährlich, was ich auch schon in meinem ersten Testbericht erwähnte. Wie kann denn eine Userin bitte einschätzen was MITTEL bedeutet?

 

Ovy: Zu spät für Verhütung

 

Auswertbar war mein 1. Testzyklus mit Ovy übrigens angeblich auch nicht. Schmarrn. Es hat halt ein Wert gefehlt, aber das sollte kein Hindernis sein. Er wird so betrachtet wie ein Störfaktor, also einfach ausgelassen. Trotzdem kann man Zyklen damit auswerten (schaffen andere Apps locker).

 

Zum Abschluss zwei, nein eigentlich nur eine positive Sache zu Ovy: Es gibt endlich eine vernünftig einsehbare Temperaturkurve in der App. Und: der zweite Zyklus wurde mir korrekt ausgewertet. Hilft nur leider nicht, weil mir dennoch nur mittlere Schwangerschaftschancen bescheinigt und die fruchtbare Phase erst hinterher, also nach stattgefunder Auswertung, korrekt angepasst wurde. Wäre also definitiv schon zu spät für eine Verhütung gewesen.

 

Verhuetungs-Apps im Test

Der Wert an ZT 15 fehlt, dennoch wäre eine Auswertung problemlos möglich gewesen – Ovy jedoch streikt

 

Verhuetungs-Apps im Test

Hier schafft es Ovy tatsächlich korrekt auszuwerten – bringt nur leider nichts, da die Anzeige der fruchtbaren Phase auf der Startseite sich erst mit Erkennen der 1. höheren Messung, also viel zu spät, angepasst hat

 

In der PDF-Datei der Temperaturkurven, die man sich exportieren kann, steht übrigens etwas, das das Missverstehen der Gründerinnen von NFP deutlich macht:

Ovy basiert auf dem Regelwerk für Natürliche Familienplanung (NFP). Die wichtigsten Daten für die Berechnung sind deine Basaltemperatur und dein Zervixschleim bzw. alternativ die Beschaffenheit deines Muttermunds. Je häufiger du diese dokumentierst, desto genauer wird die Berechnung deines Zyklus.

Es wird mehrfach von BERECHNUNG gesprochen – doch damit hat die symptothermalen Methode rein gar nichts zu tun. Wer seine fruchtbaren Tage berechnet, wendet die Kalendermethode an. Und die BERECHNUNG muss auch nicht GENAUER werden, denn bei der symptothermale Methode wird der Eisprung in jedem Zyklus aufs Neue anhand von Körpersymptomen BESTIMMT und das ist, wenn es regelkonform erfolgt, schon genau genug.

 

Fazit zu Ovy: Immer noch mangelhaft.

 

2. Lily

 

Lily: schöner Name, oder? Da es diese App bisher nur für iOS gibt und ich lange Zeit ein Samsung-Handy hatte bin ich erst jetzt so richtig dazu gekommen, sie mir anzusehen. Was ich schon vorab wusste: Bei Lily muss die Auswertungsmethode zunächst von der Userin selbst festegelegt werden. Dabei ist es wichtig, die Auswertung nach Symptomen und nicht Durchschnittsdaten zu wählen. Letzteres wäre nur die unsichere Kalendermethode. Desweiteren kann das Regelwerk ausgewählt werden: FAM oder NFP. Hier empfehle ich Letzteres.

 

Stiftung Warentest hat übrigens genau diese Auswahl der Methoden bei Lily bemängelt, sie sei „unpraktisch und unsicher“. Damit hat sie sicher nicht unrecht, jedoch traue ich meinen Leserinnen durchaus zu, eine solche Auswahl korrekt zu treffen, wenn sie sich vorab mit der Methode beschäftigt haben. Das sollte ja ohnehin immer die Grundvoraussetzung für natürliche Verhütung sein, egal welches Tool gewählt wurde.

 

Lily: Tadellose Auswertung

 

Verhuetungs-Apps im Test

Im unteren Teil bekommt man einen Eindruck von den vielen Farben, Kreisen und Punkten die Lily verwendet

Hat Frau erstmal die korrekte Auswahl getroffen (also Symptome nach NFP), arbeitet die App sehr sehr zuverlässig: Beide Zyklen wurden regelkonform ausgewertet. Auch der Aufbau der App hat mir gut gefallen, sie ist klar und übersichtlich gestaltet. So bekommt die Userin unter „Deine Daten“ den aktuellen Zyklustag sowie die aktuelle Fruchtbarkeit angezeigt: Hier unterscheidet Lily zwischen

 

  • Potenziell fruchtbar

 

  • Vermutlich fruchtbar und

 

  • Vermutlich unfruchtbar

 

Genau wie bei Ovy würde ich mir auch hier eine eindeutigere Anzeige wünschen: fruchtbar oder unfruchtbar, basta.

 

Ich habe übrigens die Free-Version getestet und diese hat mir völlig ausgereicht. Bei dieser ist es jedoch nicht möglich Störfaktoren einzugeben. Ihr könnt dennoch Eure (selbst gerundeten) Temperaturwerte in der entsprechenden Anzeige ausklammern. Die Zykluskurve ist interaktiv und großformatig gestaltet, was mich jedoch etwas wundert ist, dass Lily die Zyklen miteinander verbindet. Also eine Linie zwischen dem letzten Wert des vorherigen und dem ersten Wert des aktuellen Zyklus zieht. Aber ok, das ist verkraftbar.

 

Verhuetungs-Apps im Test

Die Auswertung von Lily erfolgt absolut regelkonform

 

Lily: Weniger wäre mehr

 

Weniger gut gefallen hat mir an der Lily App die Farbgestaltung. Die App ist unglaublich bunt. Ich weiß bis heute nicht, was diese ganzen unterschiedlich gemusterten Punkte, Kreise und Linien bedeuten. Da wird einem ganz schwindelig, ehrlich. Hier würde ich mir definitiv weniger wünschen. Ansonsten ist die App wirklich empfehlenswert, denn sie wertet absolut regelkonform aus und ist zudem noch kostenlos.

 

Fazit zu Lily: ok

 

3. Kindara

 

Die Kindara App nutze ich seit meinem Test in Verbindung mit dem Wink standardmäßig. Und ich muss sagen: Sie gefällt mir immer besser – gerade wenn ich sie mit anderen Apps vergleiche. Anfangs war ich nicht so begeistert, denn mir hat vor allem die automatische Auswertung der App gefehlt. Mittlerweile habe ich mich aber daran gewöhnt, selbst auszuwerten und finde das auch gar nicht mehr schlimm.

 

Bei Kindara bewundere ich die Klarheit und Benutzerfreundlichkeit. Die App ist so intuitiv, clean und schön gestaltet, die Dateneingabe erfolgt kinderleicht und die Zykluskurve ist übersichtlich. An ihr nerven mich jedoch die vielen Farbbalken für den Zervixschleim. Ich bin daher dazu übergegangen nur noch meine „wichtigsten“ Schleimqualitäten beziehungsweise manchmal nur noch meinen Peak day, also den Schleimhöhepunkt zu kennzeichnen.

 

Kindara: Selbstauswertung auf Englisch

 

Verhuetungs-Apps im Test

Wunderbar clean und übersichtlich, aber auf Englisch: Kindara

Hier kommen wir nun zu einem Haken der App: Sie ist ausschließlich auf Englisch verfügbar, was mich eigentlich nicht stört. Dennoch musste ich mir die entsprechenden Begriffe der Methode erst aneignen. Ich habe zum Beispiel erst nach einiger Zeit verstanden, was der Temperature Shift ist = 1. höhere Messung. Auch diese muss von der Userin manuell eingetragen werden. Anschließend nummeriert Kindara die Temperaturwerte der Hochphase durch, gleiches gilt für die Tage 1-4 nach dem Schleimhöhepunkt. Hier wird zwar nach FAM-Regeln (= die amerikanische symptothermale Methode) nummeriert, nicht aber ausgewertet.

 

Somit ist Frau selbst frei, so auszuwerten wie sie möchte. Und darin sehe ich mittlerweile einen riesengroßen Vorteil der App. Ich würde mir dennoch der Vollständigkeit halber weiterhin die Option einer automatischen Auswertung wünschen. Desweiteren werden Temperaturwerte nicht automatisch gerundet und es stehen nicht die uns bekannten Abkürzungen für die Zervixschleimqualitäten zur Auswahl, sondern „sticky“, „egg white“ usw. Kindara ist wie Lily kostenlos in ihrer Free Version, die meiner Meinung nach völlig ausreicht.

 

Verhuetungs-Apps im Test

Kindara nummeriert nur die Temepraturwerte der Hochlage plus die Tage nach dem Schleimhöhepunkt

 

Verhuetungs-Apps im Test

Mich persönlich nerven jedoch die unterschiedlich farbigen Balken etwas

 

Fazit zu Kindara: gut

 

4. myNFP Mobile

 

Verhuetungs-Apps im TestIch war wahnsinnig gespannt, was sich bei myNFP getan hatte. Ich habe die alte Version der App das letzte Mal im Jahr 2014 genutzt. Und war bis dato immer sehr zufrieden mit ihr (musste sie nur aufgrund des Wechsels zu Android wechseln). Mittlerweile gibt es die App in ihrer Vollversion sowohl für iOS als auch Android. Ich habe mir die kostenlose Testversion für 30 Tage geladen und los gings:

 

Der Aufbau der App ist immer noch ähnlich, aber eines hat sich grundlegend verändert: Die Startseite ist nun die Zykluskurve. Vorher wurde mit einem Tageschart gestartet, auf dem u.a. auch Fruchtbar oder Nicht fruchtbar vermerkt war. Mir hat das deutlich besser gefallen. Denn nun sieht man „nur“ in der Temperaturkurve, ob man gerade fruchtbar (weiß) oder unfruchtbar (grün) ist. Fruchtbar sollte meiner Meinung nach deutlicher hervorgehehoben werden, zum Beispiel in Rot. Zu der Eingabe der Tagesdaten (Temperatur, Zervixschleim usw) gelangt Frau jetzt über das kleine Stift-Symbol unten rechts. Über den i-Button können Infos über den aktuellen Zyklus sowie die Auswertungsmethode, die verwendeten Abkürzungen und Farben eingeholt werden.

 

myNFP Mobile: Alt versus Neu

So sieht das Tageschart von myNFP Mobile aus

Unter Zyklen werden Euch alle bisherigen Zyklen mit ihrer Länge und – wenn erfolgt – der 1. höheren Messung angezeigt. Unter Mehr könnt Ihr Eure persönlichen Einstellungen treffen und Euch nützliches NFP-Wissen aneignen. Die App kann auch mit dem Webaccount auf myNFP.de verbunden werden, was ich jedoch nicht genutzt habe.

 

Die Auswertung ist wie auch in der Vorgängerversion absolut tadellos und regelkonform, da habe ich auch nichts anderes erwartet. Weiterhin ist die App klar und selbstverständlich aufgebaut, vor allem wer die dazugehörige Website kennt, wird sich in der App problemlos zurechtfinden. Mir persönlich fehlt jedoch eine Kalenderansicht mit prognostizierten Perioden etc. Insgesamt muss ich zugeben, dass mir die alte Version etwas besser gefallen hat, vielleicht ist es jedoch nur reine Gewöhnungssache. myNFP Mobile kostet 30 Euro/Jahr.

 

Verhuetungs-Apps im Test

Funktioniert immer noch einwandfrei: die Auswertung von myNFP

 

Fazit zu myNFP Mobile: gut

 

Mein abschließendes Fazit zum Verhütungs-App-Test:

 

Die perfekte App gibt es nicht, denn darunter verstehe ich: Auswertung UND alles andere, also auch Design, Benutzerfreundlichkeit, Features etc. stimmen. Daher habe ich kein Sehr gut vergeben. Dennoch gibt es gute Apps, die zuverlässig auswerten und mit denen Frau die symptothermale Methode einwandfrei praktizieren kann. Dazu zählen Lily, Kindara und myNFP Mobile. Jede dieser App hat ihre Vor- und Nachteile und ich bin froh, dass es sie alle gibt und Frau hier die Qual der Wahl hat.

 

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Ich würde Euch nach wie vor in erster Linie myNFP Mobile empfehlen.

 

Denn sie beherrscht das NFP-Regelwerk aus dem Effeff, ist nicht überladen und mit ihr kann so gut wie nichts falsch gemacht werden (bitte dennoch vorher die Methode erlernen!). Kindara ist etwas für motivierte und englischversierte Selbstauswerter und macht in erster Linie in Verbindung mit dem Wink Sinn. Lily ist an sich total ok, wertet nach der korrekten Methodenauswahl regelkonform aus, hat mich persönlich aber mit den vielen Kreisen, Farben und Punkten wahnsinnig gemacht.

 

Einzig Ovy würde ich Euch weiterhin nicht empfehlen. Hier warte ich gespannt auf die ersten Meldungen ungewollter Schwangerschaften, wie es sie aktuell bei Natural Cycles hagelt.

 

Schreib Deine Meinung gern unten in die Kommentare! Oder lies weiter:

 

8 Comments
  • Marie
    Antworten

    Bei der Ovy-App muss ich dir Recht geben. Ich habe sie einen Zyklus lang getestet und so sehr mir die Gestaltung gefallen hat, so sehr störte mich diese Fruchtbarkeitsanzeige. Mein Schleim sagte mir, dass ich gerade hochfruchtbar sein müsste, die App bescheinigte mir „mittel“. Äh, was?!
    Ich finde, es gibt nur zwei relvante Zustände: fruchtbar und unfruchtbar. Die jeweiligen Grauzonen sind völlig uninteressant, da man selbst bei einer Fruchtbarkeitswahrscheinlichkeit von 5 % immer noch potenziell fruchtbar ist! Gerade für Anfängerinnen sind solche Infos total irreführend und entsprechen mitnichten dem Regelwerk von Sensiplan. Zumal suggeriert der Begriff „Chance auf Schwangerschaft“ eine gewisse Wissenschaftlichkeit, die hier einfach nicht gegeben ist.
    Danke für den Vergleich der Apps!

    2. Februar 2018 at 11:17
    • maggie_m
      Antworten

      Liebe Marie,

      Vielen Dank für Deinen Kommentar und so viel Zuspruch. Ich bin froh, dass auch anderen Frauen bewusst ist, wie Ovy tatsächlich funktioniert, da die App doch sehr beliebt zu sein scheint.

      Und Du hast recht: eine Grauzone zwischen fruchtbar und unfruchtbar sollte es niemals geben!

      Was das NFP-Regelwerk betrifft, so ärgert mich ebenfalls, dass sich hier mit falschen Federn geschmückt wird.

      Zum Glück gibt es gute Alternativen zu Ovy.

      Alles Liebe
      Maggie

      2. Februar 2018 at 20:54
  • Sarah
    Antworten

    Hallo Maggie,

    zufällig bin ich gerade auf ein weiteres „wearable“ gestoßen.
    Kennst du „YONO“ oder hast du noch vor es zu testen?

    Freundliche Grüße
    Sarah

    13. Februar 2018 at 13:19
    • maggie_m
      Antworten

      Liebe Sarah,

      ja, von YONO habe ich schon gehört und finde es generell interessant. So wie ich die Website und das Werbe-Video verstanden habe, ist es jedoch eher zur Schwangerschaftsplanung gedacht … wenn ich mal eine ruhige Minute habe, werde ich den Hersteller anschreiben und um ein Testgerät bitten.

      Liebe Grüße
      Maggie

      14. Februar 2018 at 8:53
  • Hey Maggie, danke für den Test und die Empfehlung. Ich will kurz was bzgl. des alten Home-Screens mit „fruchtbar/unfruchtbar“ loswerden, weil ich diesbezüglich mehrere Mails bekommen habe.

    Ich empfand den alten Home-Screen immer als recht schwierig. Nicht wegen der Tage, wo es offensichtlich ist, sondern wegen der ganzen Randfälle, die man berücksichtigen muss:

    Wenn jemand unfruchtbar ist (da Zyklus nach Eisprung ausgewertet ist) und dann 18 Tage lang nichts einträgt, sollte die App dann fruchtbar oder unfruchtbar zeigen?

    Was ist am Zyklusanfang, beispielsweise an Tag 5? Manche fangen erst später an zu messen oder tragen einfach so nichts ein. Sollte die App nun fruchtbar oder unfruchtbar zeigen?

    Was ist, wenn jemand an Tag 5 „unfruchtbar“ auf dem Home-Screen sieht, aber eigentlich schon Schleim f oder besser hat und daher ab sofort Fruchtbarkeit annehmen müsste? Dann wäre ein und derselbe Tag erst unfruchtbar, dann nach der Eintragung plötzlich fruchtbar. Das passiert bei der NFP-Auswertung normalerweise nie: Einmal festgestellte Unfruchtbarkeit bleibt unfruchtbar.

    Insofern habe ich mich dafür entschieden, diese eher schwierige Anzeige komplett rauszuwerfen und das auf den Startbildschirm zu packen, was für NFP-Anwenderinnen eigentlich das Wichtigste ist: Das Zyklusblatt 🙂

    16. Februar 2018 at 14:39
    • maggie_m
      Antworten

      Lieber Christian,

      danke für die Info. Kann Deine Gründe als Entwickler durchaus nachvollziehen – als Userin war die Fruchtbarkeitsanzeige natürlich praktisch.

      Viele Grüße
      Maggie

      19. Februar 2018 at 8:26
  • Angela
    Antworten

    Hallo, vielen Dank erst einmal für deinen so ausführlichen Block. Durch deinen App-Vergleichstest bin ich auch auf Lily und myNFPgestoßen, die ich gleichzeitig verwendet habe. Letztendlich bin ich bei myNFP geblieben, da auch wie du schon beschrieben hast, bei Lily mir alles zu bunt ist. Nach jahrerlange Einnahme der Pille habe ich mich auch für die natürliche Verhütungsmethode entschieden. Noch spiele ich mit dem Gedanken, auf das Ava Armband umzusteigen. Mal sehen, was die Zeit mit sich bringt.
    Viele Grüße Angela

    20. Oktober 2018 at 12:33

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