daysy oder mysense

daysy oder mySense – was ist besser?

Ich glaube, es gibt keine Frage, die mir in den letzten Wochen häufiger gestellt wurde als: Was ist besser? Die daysy oder der mySense? Ich finde das total interessant, da ich selbst beide Geräte als völlig unterschiedlich empfinde und sie daher nicht miteinander vergleichen würde. Aber für Euch tue ich das natürlich gern, also here we go:
 

daysy oder mySense: Verhütungscomputer oder Bluetooth-Thermometer?

 
Kommen wir gleich zum größten Unterschied zwischen der daysy und dem mySense: Erstere ist ein Verhütungscomputer, Zweiteres ein Bluetooth-Thermometer plus Verhütungs-App. Ein Verhütungscomputer ist ein All-In-One-Gerät, bedeutet: Er misst Deine Basaltemperatur, speichert diese, wertet sie aus und zeigt Dir Deinen Fruchtbarkeitsstatus direkt am Gerät an. Das Bluetooth-Thermometer hingegen misst „nur“ Deine Basaltemperatur und überträgt diese dann an die Verhütungs-App. Diese wiederum speichert ihn und wertet aus. In der Verhütungs-Apps wird dann auch der aktuelle Fruchtbarkeitsstatus angezeigt. Die daysy ist somit ein- und der mySense zweiteilig.
 

daysy

© Aneta Pawlik

Zur daysy gibt es zwar eine Verhütungs-App (daysyView), aber das Gerät funktioniert auch ohne diese. Ich persönlich habe die App sowieso nicht genutzt, weil mir diese noch nicht ausgereift genug ist. Der mySense hingegen funktioniert nur mit der dazugehörigen Verhütungs-App. Diese kann übrigens nicht mit einem anderen Thermometer verwendet werden, es ist ein Zugangscode nötig, der dem mySense-Thermometer beiliegt. Auch kann die Temperatur nicht manuell eingegeben, sondern ausschließlich per Bluetooth vom Thermometer übertragen werden. Mehr dazu in meinem Testbericht.
 

daysy oder mySense: ein- oder zweiteilig?

 
An dem Punkt ein- oder zweiteilig scheiden sich eventuell schon die Geister: Einige Frauen möchten nicht ihre Daten in einer Verhütungs-App speichern und abrufen müssen, andere wiederum möchten genau das bzw. stört es sie weniger. Auch der Aspekt „schnell und einfach“ ist vielleicht ausschlaggebend: Ich kenne kein Tool, das so einfach und schnell ist wie die daysy. Denn sie misst in nur maximal 60 Sekunden die Temperatur und zeigt nach einem simplen Ampelsystem sofort an: fruchtbar oder nicht fruchtbar. Der mySense ist ebenfalls blitzschnell im Messen (30-60 Sekunden), die Daten müssen jedoch zunächst übertragen werden. Hat man sein Handy also nicht griffbereit und die App nicht geöffnet muss zunächst beides erfolgen, um den aktuellen Fruchtbarkeitsstatus zu erfahren. Im Prinzip aber kein großer Aufwand – nur eben ein wenig mehr als bei der daysy.
 

daysy oder mySense: Dateineingabe und Auswertung

 
Wie viele von Euch wissen, wertet die daysy anhand Eurer Basaltemperatur sowie einem eigenen Algorithmus aus. Gleiches gilt für den mySense. Doch dieser kann ebenfalls Euren Zervixschleim mit in die Auswertung einbeziehen und somit symptothermal auswerten. Dadurch erhöht sich auch die Sicherheit. Voraussetzung ist, dass Ihr einen Schleimhöhepunkt vermerkt. Hier stellt sich daher die Frage: Möchtet Ihr überhaupt symptothermal auswerten? Wie wichtig sind Euch weitere Eingabemöglichkeiten wie Zervixschleim und Störfaktoren? Letztere können ebenfalls in der mySense-App erfasst werden, bei der daysy jedoch nicht.
 
Ich empfehle also allen, die sich nicht entscheiden können, sich zunächst zu überlegen, wie viel Einblick in die Daten und Zykluskurve gewünscht ist und ob man das Gerät mit Zusatzdaten füttern möchte oder nicht. Vielleicht hilft Euch mein Vergleichsartikel zwischen der daysy und dem myWay, der genauso wie der mySense auswertet, aber ein All-In-One-Gerät ist. Dort habe ich bereits wichtige Punkte, die bedacht werden sollten, angesprochen.
 

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daysy oder mySense: Punkto Sicherheit

 
Auch zur Sicherheit beider Geräte bekomme ich viele Fragen – Ihr wollt natürlich das sicherste Tool haben, völlig verständlich. Ich könnte Euch dann zwar die Herstellerangaben zur Sicherheit durchgeben, doch viel wichtiger finde ich zu erwähnen: Ein Tool ist nur so sicher wie es seine Nutzerin im Umgang mit ihm und der Methode ist. Es bringt nichts, die daysy oder den mySense zu besitzen und keinerlei Ahnung von den Regeln natürlicher Verhütung zu haben. Hinzu kommen Anwenderfehler, die vermieden werden können, indem die Gebrauchsanleitung gründlich gelesen und befolgt wird. Vielleicht klingt das für Euch banal und selbstverständlich – aber glaubt mir, ich lesen Tag täglich ganz anderes in den Sozialen Netzwerken und kann darüber nur meinen Kopf schütteln.
 
Daher: Beide Tools sind super sicher, wenn sie ordnungsgemäß verwendet werden und Frau sich mit der Methode auskennt, ihren Zyklus aufmerksam mitverfolgt, auf Störfaktoren achtet und ihr kluges Köpfchen nicht einfach ausschaltet.
 

daysy oder mySense: Einarbeitungszeit und Support

 
Wie eben erwähnt, halte ich das Einlesen in die Methode sowie Beherrschen der Regeln bei beiden Geräten für unerlässlich. Darüber hinaus erfordert der mySense vielleicht ein wenig mehr Einarbeitungszeit, da es hier mehr Funktionen gibt als bei der daysy. Beide Geräte sind anschließend aber äußerst einfach in der Bedienung. Auch stehen beide Hersteller für einen kostenlosen Kundensupport zur Verfügung. Schön finde ich darüber hinaus die FAQ-Section in der mySense-App, die schnell weiterhilft bei häufigen Fragen.
 

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daysy oder mySense: eine Kostenfrage?

 
Für einige Frauen ist es verständlicherweise auch eine Kostenfrage, ob sie sich die daysy oder den mySense zulegen. Immerhin kostet die daysy mehr als das Doppelte als der mySense. Doch die Preisgestaltung hat meiner Meinung nach ihre Berechtigung: Während die daysy eben ein All-In-One-Gerät ist, handelt es sich beim mySense „nur“ um ein Bluetooth-Thermometer plus App. Für mich macht es Sinn, Zweiteres günstiger anzubieten, da hier eben auch ein wenig mehr Arbeit von der Nutzerin erfordert wird. Für beide Tools biete ich Rabatte an: 10 Euro auf die daysy (*Partnerlink: Rabatt wird automatisch im Warenkorb abgezogen) und 10 Euro beim mySense (*Partnerlink: 10 Euro Rabatt werden automatisch im Warenkorb abgezogen).
 

daysy oder mySense: weitere Entscheidungshilfen

 
Neben den bisher genannten Eigenschaften der daysy und des mySense, gibt es noch ein paar weitere Faktoren, die Euch bei der Entschidungsfindung helfen könnten:
 
Anwendungsziel:

     

  • beide: zur Verhütung oder Schwangerschaftsplanung
  • mySense hält speziellen Kinderwunschmodus bereit

 
 
Zyklusstart:

     

  • daysy: jederzeit nach Absetzen eines hormonellen Verhütungsmittels
  • mySense: mit der 1. richtigen Periode (alternativ: Zyklus auf inaktiv setzen)

 
 
Zykluslänge:

     

  • daysy: 19-40 Tage
  • mySense: 16-45 Tage

 
 
empfohlene Schlafdauer:

     

  • daysy: 3-4 Stunden
  • mySense: 5 Stunden

 
 
Messzeitfenster:

     

  • daysy: keins
  • mySense: 4 Stunden (wird jeden Zyklus selbst festgelegt)

 
 
Messort:

     

  • daysy: oral
  • mySense: oral, vaginal oder rektal

 
Ich verlinke Euch hier und unten noch zwei Artikel, jeweils mit den häufigsten Fragen zur daysy und dem mySense. Dort findet Ihr weitere Entscheidungshilfen. Sowie meinen Artikel dazu, wie Ihr ein passendes Tool für Euch findet.
 

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daysy oder mySense: mein Fazit

 
Wie so oft kann ich nicht pauschal sagen, welches Tool das Bessere ist. Sie sind beide super. Es kommt aber darauf an, was Euch wichtig ist. Ich persönlich finde, dass der mySense ein bisschen mehr Kontrolle bietet, die daysy hingegen das einfachere & schnellere Tool ist. Mit beiden lässt sich natürliche Verhütung sicher praktizieren, meine Voraussetzungen hierzu habe ich ja schon öfter erwähnt. So bleibt es am Ende eine absolute Typfrage – und vielleicht auch Bauchentscheidung ob daysy oder mySense besser zu Dir passt.
 

Schreib Deine Meinung gern unten in die Kommentare! Oder lies weiter:

 
 
 

6 Comments
  • Larissa
    Antworten

    Vielen Dank für den schönen Artikel 🙂

    Ich hatte tatsächlich zuerst die daysy und habe dann zum mysense gewechselt. Hauptgründe dafür:

    – daysy geht häufig kaputt, viele Besitzer innen in der Facebook-Gruppe (inklusive mir) hatten mit Rissen in der daysy zu kämpfen und mussten sie einschicken. Das funktionierte zwar problemlos, wird aber brenzlig, wenn erst die Garantie abgelaufen ist
    – die daysy erkennt zwar selbstständig Störfaktoren, beim mysense kann man sie jedoch selbstständig benennen und ausklammern, das gibt einen mehr Kontrolle

    Ansonsten sind sie beide wirklich toll. Beim mysense nervt es einige Nutzerinnen (inklusive mich), dass der Start eines neuen Zyklus‘ nicht rückgängig gemacht werden kann. Ich hatte meinen Zyklusbeginn versehentlich zwei Tage zu früh angegeben und konnte dies nicht mehr ändern und musste den gesamten Zyklus auf inaktiv stellen.
    Sonst bin ich mit dem mysense bisher sehr zufrieden 🙂 dafür ist die Gruppendynamik in der daysy-facebook-Gruppe einzigartig; alle sind sehr verständnisvoll und es wird einem immer schnell bei Fragen geholfen 🙂

    14. Januar 2019 at 12:49
  • Julie
    Antworten

    Hallo 🙂
    Ich habe mir heute wahrscheinlich 10 Artikel auf deinem Blog durchgelesen und finde du reflektierst das wirklich toll 😀 Ich bin durch eine Werbung auf den daysy aufmerksam geworden und durch deinen Blog auf den cyclotest mySense. Jetzt glaube ich tendiere ich eher zu Letzterem durch die vielen mehr Eingabemöglichkeiten, der besseren App und dem Preis. Ich möchte mich auf lange Dauer schon mit der Zervixschleimkonsistenz auseinander setzen. Im Moment habe ich allerdings noch keine Erfahrung damit und bin auch unsicher wie schnell und zuverlässig ich diesen richtig interpretiere und eintragen kann. Das war auch der Grund warum ich den daysy am Anfang sehr ansprechend fand, weil dieser ja nicht darauf angewiesen ist. Ich habe es ja richtig verstanden, dass der cyclotest mySense auch ohne die Zervixschleimkonsistenz funktioniert? Ich glaube, dass es mich am Anfang doch sehr verunsichern würde, wenn ich immer im Hinterkopf hätte, ich analysiere das alles falsch xD Kannst du dazu auch ein Buch empfehlen? Ich verhüte nun seit 8 Monaten hormonfrei mit Barrieremittel und hätte gerne eine Aternative 😉 Vielen Dank für den tollen Blog <3

    12. Februar 2019 at 12:29
  • Myrina
    Antworten

    Hey,

    vielen, vielen Dank für deine tollen und ausführlichen Berichte! Nirgendwo habe ich die wichtigsten Details und einen so guten Überblick gefunden wie bei dir. Bitte mach weiter damit! Ich denke, das kann all uns Mädels und Frauen wirklich weiterhelfen. Top! Ich jedenfalls bin begeistert:)

    28. Mai 2019 at 13:02

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