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Meine Erfahrungen mit femSense: So hat mir das Kinderwunsch-Tool gefallen

Ein Pflaster, das die Temperatur misst? Ich war sehr skeptisch, als ich zum ersten Mal von femSense* las. Aber auch neugierig. Und daher habe ich den Sensorpatch inklusive dazugehöriger femSense App für Euch zwei Monate lang getestet. Hier kommt das Ergebnis.
 
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femSense: App und Patch

 
Für Frauen mit Kinderwunsch sind meistens diese drei Adjektive entscheidend bei der Bestimmung ihrer fruchtbaren Tage: einfach, zuverlässig, schnell. Während einige immer noch an der aufwendigen und wenig effektiven Eisprung-Bestimmung via Ovulations/LH-Tests hängen, sind andere auf der Suche nach innovativeren Lösungen. Eine solche bietet nun femSense.
 
femSense ist eine App, mit der der Zyklus getrackt oder eine Schwangerschaft geplant werden kann. Der Zyklustracker beruht auf der reinen Kalendermethode und ist somit keinesfalls zur Verhütung geeignet. Wer einen Kinderwunsch hat, kann die App mit einem Temperaturmesspatch kombinieren. Das Patch ist ein Einwegprodukt und besteht aus einem Temperatursensor, der in ein großes Pflaster eingehüllt ist. Der Patch wird unter der Achsel eingeklebt und bis zu einem Zeitraum von maximal 7 Tagen pro Zyklus getragen.
 
Mithilfe der femSense App wird der Patch gestartet und misst dann kontinuierlich bis zu 1000 mal täglich Deine Körpertemperatur. Der Patch wird ein mal täglich ausgelesen und die gesammelten Daten an die App übertragen. Dort werden dann Informationen über die aktuelle Fruchtbarkeit angezeigt. So viel zur Theorie. Kommen wir nun zur Praxis.
 

femSense: Packaging und Design des Kinderwunsch-Tools

 
KinderwunschDie femSense Pflaster (*Partnerlink: 10 Prozent Rabatt werden automatisch abgezogen) kommen in einer schlichten, kleinen Kartonverpackung. Jede Packung enthält 3 Pflaster, die folglich für 3 Zyklen ausreichen. Was jedoch fehlt: eine Bedienungsanleitung. Im Paket enthalten ist lediglich ein Info-Flyer mit der Aufforderung zunächst die App zu laden. Gesagt, getan. Nach der Registrierung und dem Anlegen eines Benutzer-Accounts fragt femSense noch ein paar Standard-Daten ab: Alter, Größe, Gewicht, erster Tag der letzten Periode sowie die durchschnittliche Zykluslänge.
 
In der App ist dann unter „Menü“ eine ausführliche Gebrauchsanweisung zu finden. Ich finde es natürlich löblich, dass Papier gespart und die Anleitung stattdessen digital zur Verfüung gestellt wird – aber dennoch würde ich mir zumindest einen Quick Guide (wie bei der daysy) wünschen anstelle des Info-Flyers, weil man anfangs ziemlich aufgeschmissen ist und keine Ahnung hat wie femSense korrekt verwenden wird.
 
In der App sind sogar Erklärvideos zu finden. Diese sowie auch das gesamte Design der App gefallen mir supergut: schlicht, feminin, modern.
 

femSense: Inbetriebnahme des Patches

 
Unter dem Menüpunkt Kinderwunsch können Patches bestellt oder der Kinderwunsch-Modus gestartet werden – andernfalls bleibt die App ein reiner Zyklustracker nach Kalendermethode. Nach dem Start des Kinderwunsch-Modus wird die Nutzerin aufgefordert, einen Patch aus dem Karton zu nehmen und diesen mithilfe des Smartphones zu aktivieren. Dazu wird die Rückseite des Geräts langsam über den Patch geführt bis eine leichte Vibration zu spüren ist.
 
Dieser Schritt erfordert ein wenig Feingefühl und Übung, gleiches gilt für das spätere Auslesen des Patches: Anfangs ist es mir oft nicht gelungen, aber als ich dann gemerkt habe in welcher Geschwindigkeit (nämlich sehr langsam) ich das Smartphone über den Patch gleiten lassen muss, war es kinderleicht und in sekundenschnelle erledigt.
 
Nachdem die App den Patch erkannt hat, kann dieser wieder weggelegt werden. Die App zählt nun einen Countdown herunter bis der Tag des Einklebens gekommen ist. Um daran erinnert zu werden, kann eine Benachrichtigung in der App eingestellt werden.
 

 

femSense: Anwendung des Patches

 
Es empfiehlt sich den femSense Patch erst zu Beginn eines Zyklus zu aktivieren, denn wenn dies in der Mitte des Zyklus geschieht, muss ohnehin bis zum nächsten Zyklus mit der Verwendung gewartet werden. Mein erster Testzyklus hat am 28. August begonnen, den Patch sollte ich erstmals am 5. September, also an Zyklustag 9 einkleben. Leider habe ich hierzu keine Benachrichtigung aufs Smartphone erhalten und ich konnte diese Funktion auch nicht nachträglich einstellen. Ein Update der App hat diesen Bug später behoben, dafür andere Probleme gebracht, zu denen ich noch kommen werde.
 
femsenseUm zu wissen, wie ich den Patch einklebe, habe ich mir das entsprechende Erklärvideo von femSense in der App angesehen. Es wird dort wirklich super verständlich und anschaulich erklärt. Und ist ohnehin easy: einfach drei Finger breit unter der Achsel einkleben. Der Patch wird nun mithilfe des Smartphone gestartet, auch dazu gibt die App die nötige Hilfestellung. Das wars! Trotz Patch kann man wie gewohnt alles machen, was man möchte: Sport, duschen und schwimmen sind kein Problem, verzichten sollte man allerdings auf ausgiebige Saunagänge und Vollbäder.
 
 
 

femSense im Alltag

 
Mich selbst hat der Patch eigentlich gar nicht gestört im Alltag. Ich war sogar schwimmen damit und er hat gehalten. Aber: Nach etwa drei Tagen hat er begonnen zu jucken bzw. meine ohnehin empfindliche Haut darunter. Folgende Info dazu von femSense:

Aufgrund der Tragedauer über mehrere Tage hinweg und der Klebekraft des Patches kann es zu leichten Hautirritationen, Juckreiz, Brennen oder Rötungen kommen, welche aber nach spätestens 48 Stunden abgeklungen sein sollten. Sollte die Hautirritation länger als 48 Stunden bestehen bleiben, so sollte ein Hautarzt zu Rate gezogen werden.

Im 2. Testzyklus entwickelte sich aus dem Jucken jedoch ein unangenehmer Hautausschlag. Ich habe dies mit dem medizinischen Team von femSense besprochen und sie gehen von einer Allergie aus. Der Ausschlag ist zum Glück nach wenigen Tagen abgeklungen. Ich würde Euch den Patch nur empfehlen, wenn Ihr keinerlei Schwierigkeiten mit Eurer Haut und keine Pflasterallergie habt.
 

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femSense: Auslesen des Patches

 
Am nächsten Tag nach dem Starten kann der Patch erstmalig ausgelesen werden. Der Hersteller empfiehlt dies vormittags zu tun, am besten ein paar Stunden nach dem Aufstehen. Dazu wird das Smartphone wieder vorsichtig über den Patch geführt. In der App wird nun angezeigt, wann das fruchtbare Zeitfenster beginnt, also zum Beispiel:

Noch zwei Tage bis zu deinem ersten perfekten Tag

Das tägliche Auslesen des Patches wird nun so lange fortgeführt bis die App den Beginn der fruchtbaren Tage anzeigt:

Heute beginnen deine fruchtbaren Tage

Jetzt heißt es: den Mann schnappen und aktiv werden! Da unsere Familienplanung abgeschlossen ist, habe ich diesen Schritt ausgelassen 😉
 
Der Patch wird weiterhin getragen und täglich ausgelesen bis folgende Meldung erscheint:

Wir konnten Deinen Eisprung feststellen!

Dann bleiben noch ein paar weitere Stunden für eine mögliche Befruchtung. Die Nutzerin wird nun aufgefordert den Patch zu entfernen. Wird das in der App bestätigt, zeigt sie die verbleibenden Tage bis zu einem ersten möglichen Schwangerschaftstest an.
 

 
Zwei kleine Hinweise noch:
 

  • Auch wenn kein Eisprung festgestellt wird, zeigt die App das entsprechend an
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  • Der Patch darf korrekterweise nicht über den Hausmüll entsorgt werden, da es sich um ein Elektrokleingerät handelt+++UPDATE: Der Hersteller hat ein Recyclingprogramm: Wenn Ihr verwendete Pflaster einschickt, bekommt Ihr kostenlos neue! Mehr Infos hier.
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femSense: Die Auswertung des Kinderwunsch-Tools

 
Im Folgenden möchte ich nun meine beiden Testzyklen mit femSense detailliert analysieren: In beiden Zyklen musste ich den Patch nur an 4 Tagen tragen. Super! Im ersten Testzyklus sollte ich ihn an Zyklustag 9 einkleben. Dies war zudem der erste Tag, an dem ich guten Zervixschleim (S) bemerkte. Leider kann man den Zervixschleim nicht in der femSense App protokollieren. Dies habe ich stattdessen in der Ovy App gemacht.
 

femsense

Im ersten Testzyklus waren meine fruchtbarsten Tag am 7. und 8. September

Am 12. Zyklustag zeigte mir femSense den Beginn meiner fruchtbaren Tage an. Dies war der zweite Tag mit sehr gutem Zervixschleim (S+). Am folgenden Tag hatte femSense meinen Eisprung bereits erkannt, an ihm fand auch der Umschwung auf eine niedrigere Schleimkategorie (S) statt. Ich war ziemlich überrascht, wie gut femSense mein fruchtbares Zeitfenster eingegrenzt hat. Der 9. Zyklustag kam mir als Beginn der hohen Fruchtbarkeit zunächst spät vor, aber im Nachhinein habe ich gemerkt, dass er sehr präzise gewählt war.
 
Im 2. Testzyklus klebte ich den Patch wie aufgefordert am 10. Zyklustag ein. Das war zugleich der erste Tag mit Zervixschleim der Kategorie S. Schon am nächsten Tag begannen laut femSense App meine fruchtbaren Tage. Auch das stimmte mit meinem Zervixschleim überein, der am 11. Zyklustag sogar auf S+ einzustufen war. Am 12. Zyklustag wies mich die femSense App darauf hin, nun am fruchtbarsten zu sein, hier war mein Zervixschleim auf S umgeschwungen. Und auch am Folgetag gab es laut App perfekte Chancen schwanger zu werden. Am 14. Zyklustag konnte ich den Patch bereits entfernen, da mein Eisprung vorüber war.
 
Im zweiten Testzyklus fiel mir auf, dass die App die Fruchtbarkeit nun (wahrscheinlich nach dem Update) in der Größe von Herzen abstuft: ein besonders großes Herz steht somit für maximale Fruchtbarkeit. Gefühl war diese am 11. Zyklustag, am Tag mit meiner individuell besten Schleimqualität S+, femSense datiert sie auf einen Tag später. Auch hier wurde mir das fruchtbare Zeitfenster insgesamt sehr exakt ausgespielt.
 

 

femSense: Mein Fazit

 
Ich finde femSense (*Partnerlink: 10 Prozent Rabatt werden automatisch abgezogen) genial. Es handelt sich dabei um ein äußerst zuverlässiges Tool, das easy im Handling ist. Anfangs benötigt man zwar ein wenig Zeit, um zu verstehen, wie das Prinzip von Patch & App funktioniert. Hat man dies aber erstmal raus, ist es wirklich kinderleicht und zudem noch blitzschnell.
 
Die Art und Weise wie hier die Temperaturmethode umgesetzt wird, ist völlig neu und innovativ. Das Wichtigste aber: es funktioniert! Mit nur sehr wenig Aufwand lassen sich dank femSense die fruchtbarsten Tage sehr zutreffend bestimmen. Normalerweise ist dies mithilfe der Basaltemperatur nur schwer möglich, da diese erst ansteigt, wenn der Eisprung vorüber (oder zumindest sehr bald vorüber) ist. femSense aber hat es durch die kontinuierliche Messung der Körpertemperatur geschafft, die Fruchtbarkeit in Echtzeit zu bestimmen. Dennoch empfehle ich natürlich immer den Abgleich mit Eurem Zervixschleim, so wie ich es bei beiden Schwangerschaften gemacht habe.
 

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femSense: Die Schwachstellen

 
Dennoch kam ich in einen Konflikt, denn obwohl ich vom Handling und der Auswertung von femSense überzeugt war, wusste ich nicht ob ich den Patch trotz der bei mir verursachten Hautirritationen weiterempfehlen kann. Das femSense Team sicherte mir zu, dass Ihnen bisher nur ein weiterer Fall davon bekannt ist, bei dem es sich um eine Pflasterallergie handelte. Insofern entschied ich mich für eine Empfehlung (mit Ausnahme für Frauen mit empfindlicher Haut), die ich hoffentlich nicht bereuen werde.
 
femsenseEs gibt jedoch noch eine weitere Schwachstelle: die App. Auch wenn diese sehr hübsch und intuitiv ist, hakt sie an einigen Stellen. So klappte es zunächst nicht mit der Erinnerungsfunktion an das Einkleben des Patches. Nach dem Update gehen außerdem ständig meine alten Daten verloren, sodass ich mich immer wieder neu anmelden muss. Nervig. Auch die Statistiken stimmen absolut nicht mit meinen tatsächlichen Werten überein, es scheinen Standardwerte zu sein, die voreingestellt sind. Mir fehlt hier außerdem die Möglichkeit den Zervixschleim einzutragen. Gut hingegen finde ich, dass die App mit einem Code oder TouchID gesichert werden kann.
 
In der femSense App werden übrigens keinerlei Temperaturkurven abgebildet, ähnlich also wie bei breathe ilo. Das sollten Nutzerinnen unbedingt wissen. Es besteht also keinerlei Interpretationsspielraum, die App liefert lediglich den aktuellen, präzisen Fruchtbarkeitstatus, und das ist für Frauen mit Kinderwunsch absolut ausreichend.
 
Abschließend nun wie immer meine Pro und Contra Liste:
 

Pro femSense App und Patch

 

  • einfaches, schnelles Handling
  •  

  • zuverlässige, präzise Eingrenzung der fruchtbaren Tage
  •  

  • Verwendung nur an wenigen Tagen im Zyklus notwendig
  •  

  • schöne, intuitive App
  •  

 

Contra femSense App und Patch

 

  • Patch kann Jucken und Hautausschlag verursachen
  •  

  • App fehleranfällig
  •  

  • keine Eingabe des Zervixschleims möglich
  •  

  • Handling muss erst „erlernt“ werden
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Hast Du noch Fragen zu femSense? Dann stell sie gern unten in den Kommentaren oder lies weiter:

 
 
 

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