Wie Du das passende Tool für Dich findest

Es ist schon toll, wie sich der FemTech-Markt entwickelt hat: Wir Frauen haben jetzt so viele Möglichkeiten mithilfe von technischer Unterstützung natürlich zu verhüten. Doch diese Wahl kann auch zur Qual werden. Mit diesem Artikel möche ich Euch bei der Entscheidungsfindung unterstützen.

 

Tools für natürliche Verhütung: weniger ist mehr

 

Ich weiß nicht, ob es Euch aufgefallen ist, aber ich habe die Seiten mit meinen Tools-Empfehlungen etwas abgespeckt. Viele sind entfallen – denn mein Anspruch an diese Website hat sich verändert: Wollte ich anfangs noch ALLE Tools so umfangreich wie nur möglich vorstellen, so verfolge ich jetzt das Konzept: Weniger ist mehr. Warum?

 

Weil Ihr da draussen mich immer wieder nach meinem ganz persönlichen Tipp für Euch fragt. Ihr wollt nicht wissen, was es alles gibt auf dem Markt, nein, Ihr wollt wissen, was ich Euch empfehlen kann. Das ehrt mich sehr, ich freue mich über so viel Vertrauen. Und aus diesem Grund habe ich meine Tools-Liste entsprechend angepasst. Ich liste nur noch die Computer, Thermometer und Apps auf, die ich in meinen Tests für gut bis sehr gut befunden habe.

 

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Tools für natürliche Verhütung: individuelle Lösungen gesucht

 

Beim Beantworten Eurer Mails versuche ich immer gemeinsam mit Euch eine geeignete, individuelle Lösung zu finden, welches Tool am besten zu Euch passt. Denn es wäre falsch zu sagen: Alle brauchen einen Computer. Oder eine App. Jede Frau befindet sich in einer anderen Lebenssituation, ist generell anders und benötigt ein anderes Level an technischer Unterstützung, manche wollen sogar gar keine, sondern händisch aufzeichnen und auswerten. Und daran gibt es überhaupt nichts auszusetzen. Wichtig ist auf sich, seine Bedürfnisse und sein Bauchgefühl zu hören. Außerdem sollte auch der Partner in die Entscheidungsfindung einbezogen werden, wie ich hier schon mal geschrieben habe.

 

Welche Tools gibt es überhaupt für natürliche Verhütung?

 

Nun, ich unterteile die Tools in drei Kategorien: Thermometer, Apps und Verhütungscomputer. Die ersteren beiden gehören zusammen, das Letztere ist ein All-In-One-Gerät. Dabei zähle ich auch den Wink zu den Thermometern, denn ein solches ist es eben, nur mit Bluetooth-Funktion.

 

Woran aber erkenne ich nun, welches Tool für mich geeignet ist?

 

Die erste Frage, die sich jede Frau stellen sollte, ist die nach der aktuellen Lebenssituation. Denn oftmals entscheidet sich aufgrund dieser schon welches Tool überhaupt in Frage kommt und welches nichts. Hier ein paar „übliche“ Lebenssituationen:

 

  • gerade erst die Pille abgesetzt (alles zum Thema Post-Pill hier)
  •  

  • Arbeit im Schichtdienst
  •  

  • in der Stillzeit und/oder kurz nach der Geburt eines Kindes (auch ohne zu stillen)
  •  

  • in den Wechseljahren

 

Entsprechend diseser (und anderer) Situationen ändern sich auch die eigenen Bedürfnisse. So war es mir zum Beispiel nach der Geburt meiner Tochter wichtig natürliche Verhütung so schnell und einfach wie nur möglich zu praktizieren. Daher habe ich mich gegen meine übliche App und stattdessen für die daysy entschieden (ich habe nicht gestillt). Erst einige Monate später bin ich auf den Wink + Kindara umgestiegen, da ich generell mehr Zeit hatte (bei Kindara muss selbst ausgewertet werden).

 

Ich habe den Luxus, aus mehreren Tools wählen zu können, da ich sehr viele zu Testzwecken zugeschickt bekomme. Klar ist, dass Ihr Euch nicht analog zu Eurer wechselnden Lebenssituation ständig neue Tools kaufen wollt und könnt. Daher hier mein ultimativer Tipp für wirklich ALLE Lebenslagen: ein Thermometer und eine App funktionieren immer! Bei einigen Apps kann nämlich auch eine manuelle Auswertung gewählt werden.

 

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Manchmal hat Frau keine Wahl

 

Einige Situationen erfordern sogar ausschließlich diese beiden Tools bzw. die manuelle Aufzeichnung. So zum Beispiel die Stillzeit. Hier gibt es spezielle Regeln für die symptothermale Methode, an die Ihr Euch halten solltet. Diese Regeln haben Apps und Verhütungscomputer leider nicht implementiert, daher hilft hier nur die händische Aufzeichnung. Die daysy kann zwar offiziell in der Stillzeit genutzt werden, allerdings wird sie Euch nur fruchtbare Tage anzeigen bis Ihr eine erste Menstruation bestätigt.

 

Auch wer im Schichtdienst arbeitet, dem würde ich die manuelle Aufzeichnung oder jene via App empfehlen. Denn nicht jede Frau kann ihre Temperaturkurven aufgrund der sehr unterschiedlichen Messzeiten auswerten und da wäre es extrem ärgerlich, viel Geld in einen Computer zu investieren, nur um dann extrem viele fruchtbare Tage zu erhalten. Bei der App-Aufzeichnung kann hingegen recht schnell erkannt werden, ob sich die Zyklen trotz unregelmäßiger Schlafens- und Messzeiten auswerten lassen. Ein Umstieg auf einen Computer ist dann immer noch möglich, für den der will (beim myWay muss jedoch ein 4-stündiges Messzeitfenster eingehalten werden).

 

Frauen in den Wechseljahren würde ich ebenfalls eine App bzw. die manuelle Aufzeichnung empfehlen – denn auch hier gibt es Sonderregeln zu beachten.

 

Womit die Computer hingegen recht gut klar kommen sind Post-Pill-Zyklen, also jene die nach Absetzen der Pille entstehen. Sie sind oft geprägt durch eine lange Tiefphase und eine verspätete Hochphase. Manchmal tritt sogar gar keine Hochphase ein – bedeutet: viele fruchtbare Tage. Aber die würden auch in einer App angezeigt werden. Bedenkt jedoch, dass der myWay erst mit der ersten Periode (also der zweiten Blutung nach Absetzen) gestartet werden kann und Ihr bei der daysy keinesfalls Eure Abbruchblutung als Menstruation bestätigen dürft.

 

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Wie wähle ich ein passendes Thermometer?

 

Die alles entscheidende Frage lautet: analog oder digital? Analoge Thermometer messen genauer, piepsen nicht und verursachen keinerlei Folgekosten. Dafür gehen sie leichter kaputt als digitale. Digitale Thermometer sind benutzerfreundlich, haben oft eine Speicherfunktion und manche sind sogar beleuchtet. Dafür piepsen sie schon vor der erforderlichen Messzeit, benötigen hin und wieder eine neue Batterie und die Temperaturwerte müssen gerundet werden. Ein besonderes digitales Thermometer ist ein Bluetooth-Thermometer, das die Daten automatisch an eine App überträgt.

 

Überleg Dir also: Willst Du es ein wenig komfortabler haben? Dann ein digitales Thermometer. Möchtest Du es hingegen sehr genau haben (und hast ggf. unruhige Zykluskurven), dann ein analoges.

 

Geratherm basal digital

Als analoges Thermometer empfehle ich Euch das Geratherm basal *(Partnerlink) und als digitales das Geratherm basal digital *(Partnerlink). Wer ein Bluetooth-Thermometer möchte, sollte sich den Wink aus den USA bzw. den cyclotest mySense anschauen *(Partnerlink: mit dem Code welcome-my-new-life 10 Euro sparen).

 

Wie finde ich eine geeignete App?

 

Nur die wenigsten Zyklusapps in den App Stores sind tatsächlich geeignet, um die symptothermale Methode zuverlässig zu praktizieren, wie ich hier schon geschrieben habe. Methode erlernen und Kopf stets einschalten sollte übrigens selbstverständlich sein, egal ob die Wahl auf eine App oder einen Computer fällt.

 

myNFP mobile

Im Laufe des Blog-Lebens habe ich sehr viele Apps getestet und myNFP mobile für die beste befunden. OvuView empfehle ich mittlerweile nicht mehr, obwohl ich diese App lange Zeit erfolgreich genutzt habe. Nachdem sie jedoch im vergangenen Jahr ein großes Update bekommen hat, ist sie noch undurchschaubarer geworden und es häuften sich Probleme mit ihr, wie mir meine Leserinnen fleißig berichteten. myNFP mobile ist für iOS und Android erhältlich, daher so ziemlich die beste Lösung für alle. Alternativ kann ich noch Lily für iOS empfehlen, wenn die richtige Vorauswahl getroffen wird, siehe hier.

 

Wer sich für den Wink entscheidet, der ist zwangsweise an Kindara gebunden. Diese App ist genial, weil extrem benutzerfreundlich. Allerdings ist sie nur auf Englisch und wertet nicht aus. Sie ist somit eine gute Alternative zur manuellen Aufzeichnung auf Papier.

 

Wie entscheide ich mich richtig: App oder Computer?

 

Es gibt kein richtig oder falsch, jede Entscheidung muss individuell getroffen werden und zur Person passen. Beide Tools haben sowohl Vor- als auch Nachteile: Eine App ist kostenlos bis günstig, Du hast sie immer dabei und sie ist meistens sehr übersichtlich. Dafür gibt es viele schwarze Schafe unter den Zyklusapps, keinerlei unabhängige Zertifizierung und man muss sich selbst um die Dateneingabe und ggf. Auswertung bemühen. Anders sieht es bei den als Medizinprodukt zertifizierten Computern aus, die äußerst schnell und komfotabel sind, viel technische Unterstützung und einen umfassenden Kundenservice bieten. Dafür sind sie teuer. Und das ist für viele schon der ausschlaggebende Grund dagegen, den ich gut nachvollziehen kann.

 

Wer dennoch gern einen haben will, dem bleibt die Möglichkeit der Ratenzahlung (zumindest beim myWay) sowie natürlich die Kostenteilung mit dem Partner. Andere wünschen sich den Computer zum Geburtstag, zu Weihnachten etc.

 

Wenn Du Dich nicht aufgrund der Kosten entscheiden musst, dann stell Dir folgende Fragen:

 

  • Wie viel Unterstützung benötige ich bei der täglichen Durchführung von natürlicher Verhütung?
  •  

  • Wie viel Zeit kann oder möchte ich täglich für die Methode investieren?
  •  

  • Wie sicher fühle ich mich (allein) mit der Methode?
  •  

  • Wie viel Flexibilität benötige ich?
  •  

  • Habe ich Lust täglich Daten einzutragen?
  •  

  • Habe ich Lust selbst auszuwerten bzw. die Auswertung zu überprüfen?
  •  

  • Vertraue ich einem Gerät überhaupt?
  •  

  • Wie sieht meine aktuelle Lebenssituation aus (siehe oben)?
  •  

  • Bin ich viel unterwegs und/oder auf Reisen (die App hat Frau eh immer mit dabei, ein Gerät allerdings nicht)?
  •  

  • Was denkt mein Partner über die Tools? Womit würde er sich sicher fühlen?

 

Es gibt wahrscheinlich noch viele weitere Fragen, die Du Dir hier stellen kannst, sie gehen alle in die selbe Richtung: Was brauche ICH um täglich erfolgreich natürlich zu verhüten? Und ein bisschen Spaß sollte das Ganze dann auch noch machen.

 

Schreib Deine Meinung gern unten in die Kommentare! Oder lies weiter:

 

4 Comments
  • Vanessa
    Antworten

    Hallo Maggie,

    das ist ein super Beitrag – danke dafür!

    Ich habe mich zwar schon vor einiger Zeit für ein Tool entschieden (Digitales Thermometer + myNFP), aber mir fiel gerade beim Lesen auf, dass du genau die Fragen stellst, bzw. Kriterien nennst, die ich mir damals auch gestellt habe! Es ist super, dass du deine umfangreichen Erfahrungen mit uns teilst und ich denke, dieser Beitrag ist für jede extrem hilfreich, die sich überlegt, mit der symptothermalen Methode zu verhüten.

    Für mich war übrigens besonders die Alltagstauglichkeit für Reisen entscheidend, da ich viel unterwegs bin und da nicht jedes Mal ein zusätzliches Gerät mitschleppen möchte, sondern einfach ein kleinesThermometer und mein Handy, das sowieso quasi angewachsen ist 😉

    Liebe Grüße,
    Vanessa

    14. Juni 2018 at 14:11
    • maggie_m
      Antworten

      Liebe Vanessa,

      vielen Dank für Deinen Kommentar und Dein Lob, freut mich sehr, dass Dir dieser Artikel gefällt.

      Hehe, ja das Handy ist auch bei mir angewachsen – jetzt fehlt nur noch eine App, die Temperatur messen kann 😉

      Alles Liebe
      Maggie

      15. Juni 2018 at 10:07
  • Susanne
    Antworten

    Liebe Maggie,

    Dank dir habe ich mich seit Anfang des Jahres stärker mit nfp beschäftigt.

    Obwohl ich schon vor 8 Jahren die Pille abgesetzt habe (Nebenwirkungen die mein Frauenarzt heruntergespielt hat) ist mir Nfp nie über den Weg gelaufen und bin eher zufällig über deine Seite gestolpert als ich nach einer besseren Zyklus App als Clue gesucht habe.

    Ich hatte mir zunächst das cyclotest Lady Thermometer geholt und manuell/per App ausgewertet bzw es versucht. Dieses Thermometer hat mir aber am Morgen den letzten Nerv geraubt. Es piepste einfach bei allem. Schrecklich!

    Ich wollte mir schon fast einen Computer zulegen obwohl ich das eigentlich zu teuer fand und auch etwas zu undurchsichtig.

    Dank dir habe ich mir jetzt den Wink zugelegt und bin bisher super zufrieden (ich bin zwar erst beim zweiten Zyklus…) aber es ist so schön dass er so ruhig ist und alles so schnell in der Kindara App ist.

    LG
    Susanne

    2. August 2018 at 22:05
    • maggie_m
      Antworten

      Liebe Susanne,

      Danke für Deinen Kommentar.

      Freut mich sehr, dass Du auf meiner Website fündig geworden bist – der Wink ist wirklich fantastisch, ich geb meinen nie mehr her 😉

      Alles Liebe
      Maggie

      3. August 2018 at 12:57

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