Natürlicher Verhütung

Eine Frage der Motivation? Wie Du bei natürlicher Verhütung am Ball bleibst

Ging es Dir auch so? Hattest Du mal eine Phase, in der Du frustriert warst von natürlicher Verhütung? Hmmm, eine echt gute Frage einer Leserin, über die ich erstmal nachdenken musste. Sie selbst hat mit Post-Pill-Zyklen zu kämpfen und langsam schwindet ihre Motivation, da kaum ein Zyklus auswertbar ist. Bei mir hingegen war es eine ganz andere Situation, bei der ich ins Zweifeln gekommen bin …
 
Die Leserin, die anfragte, ist übrigens nicht die Einzige, der es so geht. In letzter Zeit lese ich vermehrt Sätze wie:

NFP ist einfach nichts für mich

Habe zu unterschiedliche Aufstehzeiten, es funktioniert bei mir nicht

Ist mir doch zu aufwändig, ich wechsle zur Spirale

Hatte auch ich mal Zweifel an natürlicher Verhütung?

 
Ja! Und zwar nachdem meine erste Tochter 2016 auf die Welt kam. Ich hatte nach der Geburt überhaupt keinen Kopf, keine Lust und auch keine Zeit auf die Durchführung der symptothermalen Methode. Ich war viel zu sehr damit beschäftigt mich in meinem neuen Alltag als Mama zurecht zu finden. Hinzu kam, dass Rubi ein forderndes kleines Baby war – sie ließ sich nicht ablegen, sondern hing bis auf wenige kurze Pausen, in der Trage an mir. Auch nachts brauchte sie viel viel Nähe, schlief nur auf oder dicht neben mir.
 

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In dieser Zeit habe ich mich öfter gefragt, ob ich jemals wieder auf die gleiche Weise natürlich verhüten kann wie vor meiner Schwangerschaft. Und wann. Und wie. Und ob es dann überhaupt klappt mit der Auswertung der Zyklen.
 
Mit etwa 4,5 Monaten „besserte“ sich die Lage, Rubi wurde entpsannter, ließ sich nun auch mal tagsüber ablegen. Nachts schlief sie aber nach wie vor in unserem Bett, wodurch die Nächte recht ruhig verliefen, da wir immer schnell zur Stelle waren, wenn sie Hunger oder ihren Schnuller verloren hatte. Nun wollte ich es also wieder mit natürlicher Verhütung probieren!
 

Mein Motto bei natürlicher Verhütung: Es sich so einfach wie möglich machen!

 
Ich begann zunächst mit der daysy. Denn dieses Tool empfinde ich als das schnelleste & einfachste auf dem Markt, also perfekt für Mamas mit kleinen Kindern. Dazu sollte ich jedoch erwähnen: Ich habe nicht gestillt und bereits 10 Wochen nach der Entbindung wieder meine Periode bekommen. Für stillende Mütter gelten gesonderte Auswertungsregeln, siehe hier.
 

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Anfangs vergaß ich häufig zu Messen – es gehörte einfach nicht mehr zu meinem Alltag und ich musste mich erst wieder daran gewöhnen. Der erste Zyklus war somit nicht auswertbar. Im zweiten Zyklus klappte es schon wesentlich besser. Aber auch die darauf folgenden Zyklen waren nicht immer alle auswertbar – es gab einfach immer wieder „schlechte“ oder sogar schlaflose Nächte, nach denen ich nicht gemessen habe (=Störfaktor). Ärgerlich, aber völlig normal in solch einer Ausnahmesituation. Wichtig für mich und meine Motivation war zu wissen: Es kann klappen.
 
Irgendwann bin ich sogar wieder auf die „normale“ symptothermale Methode umgestiegen, nämlich als ich den Wink und Kindara getestet habe (und lange Zeit dabei geblieben bin). Dennoch gibt es bis heute Zyklen, die ich nicht auswerten kann. Sie kommen zwar selten vor, aber sie kommen vor. In erster Linie sind es jene Zyklen, in denen der Schlaf zu kurz kommmt und/oder ich selbst oder meine Tochter krank bin/ist.
 

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Aus diesem Grund bleibe ich bei natürlicher Verhütung am Ball

 
Doch es gibt für mich einen ausschlaggebenden Punkt, der mich am Ball bleiben lässt: Ich habe keine Alternative. Für mich kommt einfach keine andere Verhütungsmethode in Frage als diese. Daher nehme ich gelegentlich nicht auswertbare Zyklen, in denen durchgehend verhütet werden muss, in Kauf.
 
Und ich glaube genau darin liegt der Knackpunkt des ganzen Motivations-Themas: Hast Du eine Alternative zur natürlichen Verhütung? Kommt für Dich eine Kupferspirale oder ein hormonelles Verhütungsmittel wie die Pille in Frage? Oder macht es Dir vielleicht nichts aus, durchgehend eine Barrieremethode wie Kondom oder Diaphragma zu verwenden? Wenn das auf Dich zutrifft, dann „musst“ Du ja nicht unbedingt am Ball bleiben. Dann hast Du es versucht und bist an einen Punkt gekommen, an dem Du gemerkt hast, es funktioniert nicht so gut wie Du dachtest. Du kannst beschließen es sein zu lassen – das ist doch völlig ok.
 
Natürliche Verhütung ist nicht für jede Frau das Richtige. Ich finde es toll, dass immer mehr Frauen diese Methode ausprobieren – aber es ist kein Beinbruch, wenn sie merken: es passt nicht. Vor allem, wenn sie eine für sich akzeptable Alternative haben.
 

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Wenn die Alternative fehlt …

 
Fehlt diese, so wie bei mir, dann hilft nur: durchhalten. So gut wie möglich das Messverhalten anpassen, damit auswertbare Kurven entstehen (was bei Post-Pill-Zyklen leider häufig nichts bringt, da hilft wirklich nur abwarten). Eventuell kann auch der Wechsel auf ein anderes Tool Abhilfe schaffen, zum Beispiel auf ein analoges Thermometer bei unruhigen Kurven oder auf die daysy bei Schichtarbeit.
 
Was auch hilft: sich immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass keine Verhütungsmethode nur Vorteile hat. Bei jeder gibt es nun mal ein paar Nachteile, auch bei natürlicher Verhütung. Sicher, nebenwirkungsfrei UND bequem ist keine Methode. Die Frage ist eben nur, inwiefern man mit den Nachteilen leben kann.
 

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Remember why you started

 
Ich habe neulich einen schönen Satz auf einem Poster gelesen: Remember why you started. In „schlechten“ Zeiten sollte Frau sich also daran erinnern, warum sie überhaupt in erster Linie mit der Methode begonnen hat, denn dafür gab es sicher gute Gründe.
 
Zu guter Letzt kann ich noch anbieten, gemeinsam über nicht auswertbare Zykluskurven zu schauen und nach der Ursache des Problems zu suchen. Und natürlich empfehle ich Euch ganz individuell ein passendes Tool. Schreibt mir dazu einfach eine Mail an hello@wearetheladies.de
 

Schreib Deine Meinung gern unten in die Kommentare! Oder lies weiter:

 
 
 

4 Comments
  • Jeanette Eßer
    Antworten

    Hi Maggie,
    ich gebe zu, dass ich auch faul geworden bin und schon eine Weile gar nicht mehr gemessen habe. Ich beobachte meinen Eisprung und Zervixschleim, verhüte rundrum mehr Tage als vorher und verlasse mich immer darauf. Aber ich habe auch ein schlechtes Gewissen und fühe mich nicht sicher und weiß, dass ich unbedingt wieder mehr messen muss.
    Meine Zyklen sind leider auch fast nie oder nur bedingt auswertbar, da ich im Schichtdienst arbeite und oft morgen so dringend auf die Toilette muss, dass ich es entweder nicht aushalte, drei Minuten zu warten oder schlicht vergesse.
    Natürlich habe ich auch schon mit dem Gedanken gespielt, mir ein tolles Tool zu kaufen, um die Motivation zu steigern, die Zeit zu verkürzen und die Auswertung zu vereinfachen. Leider sind mir die meisten Tools aber echt viel zu teuer. Ich bin jetzt auf das Femotherm gestoßen, das mit 39€ bei Amazon echt vertretbar ist aber habe leider keinen aussagekräftigen Testbericht gefunden. Hast du evtl. Informationen über dieses Tool?
    Liebe Grüße,

    Jeanette

    28. Januar 2019 at 10:37
  • Lea Stein
    Antworten

    Danke erst einmal für den ausführlichen und weitreichend informativen Beitrag!

    Ich muss zugeben, dass ich beim Thema Verhütung noch ein absoluter Neuling bin. Normalerweise hat man das so geregelt, dass man eben immer ein Kondom dabei hatte und darauf geachtet hat, das das Kondom von Qualität ist. Habe auch einen Packen, falls man doch darauf angewiesen ist. Mittlerweile interessieren mich aber auch andere Verhütungsmethoden. Solche Beiträge helfen mir immer dabei, mich zu entscheiden, wobei mir persönlich ein guter Perarl-Index-Wert sehr wichtig ist. Ich glaube aber, dass der Pearl-Index bei korrekter Verwendung von Kondomen auch relativ gering ist. Man will am Anfang nicht viel falsch machen, denn aus Fehlern zu lernen ist hier nicht die beste Methode. Daher werde ich mir eine Methode aussuchen und diese richtig anwenden. Die hier angesprochenen Tools sind da schon interessant und scheinen das Verhüten auch relativ einfach zu gestalten.

    22. März 2019 at 17:06

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