Hand aufs Herz: Wie aufwendig ist natürliche Verhütung wirklich?

Natuerliche Verhuetung AufwandEin großer Aspekt, der viele Frauen davor abschreckt, es mit natürlicher Verhütung zu versuchen, ist der Aufwand. Oder besser gesagt der vermutete Aufwand. Ich glaube auch zu wissen, woher dieses Vorurteil kommt: Wenn wir an natürliche Verhütung denken, haben wir immer noch ein Blatt Papier vor Augen, über dem wir schwitzend brüten und angestrengt versuchen, unsere Temperaturkurve einzuzeichnen und vor allem richtig auszuwerten. Doch das braucht heutztage wirklich keine Frau, die natürlich verhütet, zu machen – es sei denn, sie möchte.

Die symptothermale Methode wurde genau auf diese Weise wissenschaftlich erprobt: mit Stift, Zettel und Thermometer. Kommt einem heute vielleicht etwas old school vor, finde es aber vollkommen ok, wenn Frauen auf diese Weise natürlich verhüten. Ich selbst habe vor drei Jahren auch Kurvenblätter zur doppelten Absicherung geführt. Es hat mir sogar Spaß gemacht! Doch nach einiger Zeit habe ich gemerkt, wie zuverlässig mein Verhütungscomputer funktioniert, und auch mit meiner Verhütungs-App fühle ich mich sicher genug, sodass ich mir die manuelle Aufzeichnung sparen kann.

Aufwachen, messen, fertig

Kurven selbst zu zeichnen ist nämlich tatsächlich ein bisschen aufwendig, wie ich finde. Gerade, wenn man sie mit der komfortablen Auswertung per App oder Verhütungscomputer vergleicht. Auch der  Cyclotest myWay und die Daysy (mit Rabattcode welcome-my-new-life bzw. OHNEHORMONE 25 bzw. 10 Euro sparen!) haben mir mal wieder vor Augen geführt, wie simpel natürliche Verhütung sein kann: Morgens kurz messen (60 bis 90 Sekunden), auf den Pieps-Ton warten, fertig. Wenn Ihr ein Thermometer verwendet, dann erhöht sich die Messzeit auf 3 Minuten, und der Wert muss manuell in die App übertragen werden – aber hey, das ist doch wohl zu meistern, oder?

In der Testphase der beiden Verhütungscomputer messe ich den ganzen Zyklus über – und  Anfängerinnen empfehle ich, es genauso zu machen. Wenn Ihr Euch dann ein wenig sicherer fühlt, könnt Ihr ab Tag 6 starten und nach dem verifizierten Eisprung, also in Eurer Hochphase damit aufhören, wenn Ihr möchtet. So bleiben irgendwann in etwa 10 bis 12 Tage im Monat, an denen eine Messung überhaupt nur erforderlich ist.

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Muss ich mich an die tägliche Messung erinnern?

Nein, mittlerweile ist sie für mich so selbstverständlich geworden wie Zähne putzen. Ich wache auf und greife automatisch zum Thermometer bzw. zum Verhütungscomputer. Anfangs musste ich mich daran aber tatsächlich gewöhnen, und habe auch ab uns zu einfach vergessen zu messen. Aber auch das ist gar nicht schlimm, es gefährdet nicht die Sicherheit der symtothermalen Methode. Fehlende oder gestörte Werte werden nämlich nicht mit in die Berechnung einbezogen, das wissen auch App + Verhütungscomputer.

Wie aufwendig ist das Erlernen der Methode?

Das ist sicherlich subjektiv. Ich würde jedoch behaupten, dass es durchaus ein wenig Zeit braucht, sich die Methode anzueignen. Am Anfang fühlt man sich nämlich schon ein wenig erschlagen von all den Mess-, Zervixschleim- und Auswertungsregeln. Man berfürchtet, das eventuell nie auf die Reihe zu bekommen. Doch glaubt mir, sobald Ihr anfangt, Euren Zyklus zu beobachten und auzuwerten, werden sich Eure Fragezeichen in Luft auflösen – nicht alle auf einmal. Aber nach und nach werdet Ihr die Regeln der symptothermalen Methode verstehen: Learning by doing! Verhütet am besten im ersten Zyklus durchgehend – und auch im zweiten, wenn Ihr Euch noch nicht sicher fühlt. Meine Erfahrung aber hat gezeigt: Der Eisprung ist soooo eindeutig erkenn- und verifizierbar, dass Ihr staunen werdet!

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Wie aufwendig ist die Zervixschleimbeobachtung?

Hier gilt ebenfalls: Learning by doing! Anfangs habe ich mich gefragt, was dieser Zervixschleim überhaupt ist. Dabei „produzierte“ ich ihn ja schon etwa zwei Jahre seit Absetzen der Pille. Ich habe ihm nie Bedeutung beigemessen, dachte, das sei eben Ausfluss, mal mehr mal weniger stark. Doch sobald ich gelernt hatte, welche Konsitenz für welche Zeit im Zyklus steht, schenkte ich ihm viel mehr Aufmerksamkeit und Bedeutung. Das ging einfacher als ich dachte, denn bei mir ist die Veränderung des Zervixschleims sehr eindeutig, sodass es mir überhaupt nicht schwer fällt, einen Schleimhöhepunkt festzustellen.

Das kann man natürlich nicht pauschalisieren. Vielleicht habt Ihr nur wenig Zervixschleim und Schwierigkeiten, ihn zu diffrenezieren. Ich empfehle Euch dennoch mit natürlicher Verhütung zu starten und einfach zu versuchen, den Schleim, den Ihr habt, so gut wie möglich schriftlich festzuhalten. Übung macht den Meister! Und zum Glück bietet Euch die reine Temperaturmessung und Auswertung zumindest mit Verhütungscomputern auch schon eine über 99-prozentige Sicherheit. Nicht umsonst lautet schließlich die Tagline, also die Unterüberschrift meiner Website: Einfach natürlich verhüten.

Findes Du natürliche Verhütung aufwendig? Wenn ja, warum?
Verrat es mir doch in den Kommentaren!

 

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Comments

  1. Julia says

    Liebe Maggie,
    zuerst mal ein ganz großes Lob für deinen Blog. Werde wahrscheinlich den restlichen Vormittag damit verbringen, hier noch ein bisschen zu surfen.

    Zu deiner Frage: Wie für alle neuen Dinge im Leben, braucht man für das Erlernen der natürlichen Verhütung Zeit und Geduld. Unser Körper ist kein Uhrwerk – vor allem nicht direkt nach Absetzen der Pille. Man muss sich auf sehr lange, unregelmäßige oder anovulatorische Zyklen einstellen. Und darauf, mehrmals die Woche das Buch „Natürlich & sicher“ durchzuwälzen :-) Am Anfang läuft nicht alles reibungslos. Die eine oder andere Minute gehen für Recherche drauf. Gerade weil viele mit NFP direkt nach der Pille anfangen, darf man nicht erwarten, dass der erste Zyklus wie aus dem Bilderbuch aussieht und man nach kurzer Zeit freigeben kann. Das ist unrealistisch. Diese Erwartungen darf man auch nicht wecken.
    Mit wachsender Routine sieht das ganze schon anders aus. Das morgendliche Messen ist so selbstverständlich wie das Zähne putzen. Und wie du sagst: Man braucht nicht mehr so viele Werte für eine konforme Auswertung. Zervixschleim läuft ebenfalls eher nebenbei beim Gang auf die Toilette.
    Ehrliche Antwort: Ja, am Anfang kostet es Zeit (und manchmal Nerven). Danach ist es alltägliche Routine.

    • maggie_m says

      Hallo liebe Julia,
      danke für Deinen Kommentar und Dein Lob: freu ich mich sehr drüber!

      Finde Deine Einschätzung, wie aufwendig natürliche Verhütung ist, sehr realistisch. Und Du hast Recht: Gerade anfangs benötigt man etwas Geduld und Übung, vor allem wenn man gerade erst die Pille abgesetzt hat. Das habe ich vielleicht tatsächlich etwas unterschätzt: Ich selbst habe sie ja schon 2 Jahre nicht mehr genommen, als ich mit natürlicher Verhütung angefangen habe und hatte da schon wieder einen sehr regelmäßigen Zyklus.

      Post-Pill-Anwenderinnen werden vermutlich etwas länger brauchen, um in die Methode einzufinden.

      Alles Gute für Dich und liebe Grüße
      Maggie

  2. Lili says

    Liebe Maggie,

    deine Seite ist wunderbar, aber das habe ich an anderer Stelle schon erwähnt <3

    Kannst du mir sagen ob es einen Unterschied gibt zwischen dem Ausfluss und dem Zervixschleim? Ich nehme momentan noch die Pille, habe aber trotzdem täglich Ausfluss.

    Liebe Grüße,
    Lili

    • maggie_m says

      Liebe Lili,

      vielen Dank, über so ein Lob freu ich mich immer!

      Im Prinzip ist Zervixschleim eine Form von Ausfluss. Mit dem Wort „Ausfluss“ verbinden wir jedoch in aller Regel etwas „Krankhaftes“. Sollte dieser also stark riechen oder eine ungewöhnliche Farbe haben, sollte das ärztlich abgeklärt werden.

      Auch unter der Pille ist Ausfluss möglich, jedoch kann dieser nicht nach den Beobachtungsregeln für den Zervixschleim ausgewertet werden.

      Viele Grüße
      Maggie

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