Freie Menstruation: unten ohne!

Freie MenstruationKennt Ihr den Blog von Jennifer? Auf She Flows spricht sie über weibliche Sexualität. Neulich habe ich ihr Video zum Thema Freie Menstruation gesehen, fand das sehr interessant und habe sie daher gebeten, einen Gastartikel für meinen Blog darüber zu schreiben. Hier kommt er nun:

Was ist freie Menstruation?

Bei der freien Menstruation läuft das Blut, also genau genommen die abgestoßene Gebärmutterschleimhaut aus dem Muttermund, in den oberen Teil der Vagina. Dort sammelt es sich. So kann es dann auf der Toilette abgelassen und komplett auf Hygieneartikel verzichtet werden.

Auf eine Menstruationstasse zu wechseln ist eine sehr gute Alternative zu Binden und Tampons. Denn diese sind mit chemischen Zusätzen, die nicht gerade gut für Deine Vagina sind. Zudem bewirken diese Zusätze, dass Frau noch länger und doller blutet – und das geht doch mal gar nicht!

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Wie funktioniert freie Menstruation genau?

Woran ich merke, dass ich auf Toilette das Blut ablassen muss? Daran, dass es sich wie ein Sog anfühlt. Stell Dir einen Schwamm vor, der sich voll Wasser gesogen hat. Wenn ich dann auf der Toilette sitze, kommt das Blut meist nach dem Urin sofort raus. Aber ich warte trotzdem noch und gucke, ob da nicht doch noch mehr raus will. Ich gehe in dieser Zeit bestimmt doppelt so oft auf die Toilette wie sonst. Denn das Zeitfenster von „Uh, es ist voll“ zu „Shit, zu spät!“, ist nicht gerade lang.

Wie sieht die freie Menstruation nachts beim Schlafen aus?

Vorweg erwähne ich noch was: Jede Frau und jeder Zyklus sind anders. Manche haben ihre Periode sieben Tage lang und recht stark, und manche, so wie ich, nur drei bis vier Tage. Ich habe festgestellt, dass ich nachts kaum blute. Vielleicht liegt es an der horizontalen Lage. Denn bei meinem morgendlichen Toilettengang sehe ich dann nämlich, was sich so alles angesammelt hat.

Ich lege mir nachts eine rote Wolldecke unter. Ein dunkles Handtuch geht auch, aber das finde ich nicht so kuschelig.

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Ist freie Menstruation nicht unhygienisch?

Ha, diese Frage bekomme ich super oft gestellt. Und weißt Du was? Ich fand es eine lange Zeit total ekelig, wenn Frauen Binden und nicht Tampons benutzen. Doch mittlerweile sehe ich das ganz anders.

Für mich ist es total unlogisch, sich etwas reinzuschieben, wenn doch was heraus möchte. Die Menstruation ist was ganz tolles. Der weibliche Körper reinigt sich jeden Monat einfach so, ganz von alleine. Ist doch irre! Und dem möchte ich nicht im Wege stehen. Seitdem ich die freie Menstruation mache, fühle ich mich so sehr mit der Natur verbunden und bin mir als Frau noch viiiieeeeel näher.

Drei Tipps zur freien Menstruation:

  • Dunkle Kleidung
    Wenn du keine Binden oder ähnliches benutzt, dann drehen sich die Gedanken schon sehr um „Laufe ich gerade aus, oder nicht?“ Und damit das nicht so ein Thema wird, finde ich dunkle Kleidung echt genial. Denn rein theoretisch, wenn etwas doch mal rauslaufen sollte, weil eine Toilette gerade nicht zur Stelle ist, kann man es nicht sehen. Also her mit schwarzen Hosen, Röcken und Unterhosen. Dunkelrot ist übrigens auch eine gute Variante.

  • Toilettenpapier
    Auf jeder Toilette gibt es Klopapier. Und wenn ich unterwegs bin lege ich mir immer etwas als „Backup“ in meine Buchse. Das beruhigt mich und ich finde es super easy. Denn so kann ich bei jedem Toilettengang das benutze Klopapier leicht entsorgen.

  • Ruhe
    Die Menstruation an sich ist eine Zeit um sich mal eine Auszeit zu gönnen. In manchen Stämmen kamen Frauen sogar zusammen und haben gemeinsam menstruiert. Das nennt man „Red tents“, also rote Zelte. Dort haben sie reflektiert, sich ausgetauscht und gegenseitig Halt gegeben. Auch heute noch gibt es diese roten Zelte sogar in manchen Städten, vielleicht auch in Deiner Region. Allgemein gilt: Nimm Dir an Deinen Tagen etwas mehr Zeit für Dich! Entschleunige und fahre mal einen Gang langsamer. Wir hetzen sowieso zu viel durch die Gegend.

Falls Ihr Fragen zur freien Menstruation oder anderen weiblichen Themen habt, dann setzt Euch gern per Mail mit Jennifer in Kontakt. Sie bietet außerdem Einzel-Coachings an.

 

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Comments

  1. Sandra says

    Das ist ja alles schön und gut, nur lässt sich das in einen normalen Alltag integrieren? Ich kann nicht alle paar Minuten zu einer Toilette laufen, wenn ich unterwegs bin. Auch die Vorstellung, das bei einem Bürojob zu tun, nein danke. Würde es dir nichts ausmachen, wenn all deine (männlichen) Kollegen mitbekommen, wenn du deine Periode hast? Hast du schon mal hochkonzentriert an einem Projekt gearbeitet und die Welt um dich vergessen, um dann potentiell durchgeblutet zu sein? Auf mich wirkt dieser ganze Prozess leider etwas weltfremd.

    • maggie_m says

      Liebe Sandra,

      ich habe Deinen Kommentar an Jennifer weitergeleitet und hoffe, sie findet die Zeit zu antworten.

      Ich selbst kann Deine Bedenken gut nachvollziehen, kann es mir persönlich auch nicht vorstellen und das obwohl ich das Glück habe im Homeoffice arbeiten zu können. Was ich allerdings anders sehe ist die Sache mit dem „mitbekommen“ und den männlichen Kollegen: Wieso sollen wir Frauen uns für unsere Periode schämen? Sie ist doch etwas völlig normales und natürliches!

      Viele Grüße
      Maggie

    • says

      Hi liebe Sandra,

      danke für deinen Kommentar!
      Du bist nicht die Erste die das so sieht. Und ich kann diesen Punkt auch echt verstehen.
      Ich war letztens an meinem stärksten Tag meiner Periode auf Reisen und es hat funktioniert. Ich muss dazu aber sagen, dass ich es natürlich in meiner Umgebung viiiiieeeel angenehmer finde.

      Aber vielleicht wäre ja auch ein Mix eine Möglichkeit für dich. Wenn Wochenende ist zum Beispiel oder du Abends zu Hause bist lässt du Hygieneartikel weg. Und auf der Arbeit benutzt du dann einen Cup oder ähnliches.

      Ach und zu dem Punkt mit den männlichen Kollegen: Ich sehe das auch so wie Maggie. Wenn wir Frauen selbst die Menstruation als natürlich ansehen, werden die Männer kaum daran vorbeikommen das auch so zu sehen. 😉

      Hilft dir das?

      Liebe Grüße zu dir,
      Jennifer

      • Sandra says

        Liebe Maggie, liebe Jennifer,
        Danke für eure Antworten! Das an einem ruhigen Wochenende mal auszuprobieren ist einen Versuch wert, zu Hause kann ich mir das vorstellen. Sicher erhält man dadurch ein ganz anderes und besseres Körpergefühl.
        Jennifer, du hast jedenfalls meine Bewunderung, dass du das auf Reisen schaffst! In solchen Situationen will ich meinen Cup nicht mehr missen.
        Bezüglich der männlichen Kollegen habe ich leider auch schon mitbekommen, wie sich Männer darüber beschwert haben, als sich eine Frau im Projekt wegen Regelschmerzen früher entschuldigte, nach dem Motto “Sowas wollen wir doch nicht wissen, igitt“. Leider gibt es genug Männer, die bei diesem Thema sehr infantil reagieren. Da braucht es schon eine gewisse Coolness, das einfach zu ignorieren. Aber vielleicht geht das ja. 😉 Unsere Gesellschaft ist leider noch sehr rückständig, was die Akzeptanz, ganz zu schweigen von Rücksichtnahme auf Frauenprobleme angeht. Und vor allem in einer Männerdomäne wie IT, in der frau sich erst mal durchsetzen muss, sehe ich da Probleme. Auch wenn sich dadurch erst mal leider nichts in den Köpfen der Männer ändern würde… aber immer einen Schritt nach dem anderen.

        Lieber Gruß,
        Sandra

  2. says

    Liebe Jennifer, liebe Maggie,

    tolles Thema! Ich bin damit auch seit einigen Monaten am experimentieren und es klappt ganz gut :) Als kleine Ergänzung dazu: Kennt Ihr https://www.shethinx.com/ ?! Ich besitze selber keine, aber werde mir glaube ich irgendwann mal welche bestellen… tolles Back-up für’s freie Menstruieren!

    Liebe Grüße
    Suzanne

    • maggie_m says

      Liebe Suzanne,

      vielen Dank für Deinen Kommentar und den Link – ich kannte die Höschen noch nicht und finde das super interessant! Plus: Was für eine coole Website und wie charmant dort alles beschrieben wird. Toll. Teile ich gleich auf facebook, danke!

      Viele Grüße
      Maggie

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