Die 9 größten Vorurteile gegenüber natürlicher Verhütung – und wieso sie teilweise stimmen

Vorurteile gegenüber natürlicher VerhütungIn Schubladen denken. Niemand möchte es, jeder tut es. Manchmal stimmen die Vorurteile, die wir so haben, meistens jedoch nicht. In diesem Artikel mache ich Tabula Rasa und schreibe über die gängigsten Vorurteile, die es gegenüber natürlicher Verhütung gibt. Mit dem Ziel sie aus dem Weg zu räumen. Oder auch mal zu bestätigen.

1. Vorurteil gegenüber natürlicher Verhütung: Sie ist unsicher

Vor etwa 3 Jahren hielt ich die Box, in der mein neuer Verhütungscomputer verpackt war, in der Hand und las: 99,7 Prozent Sicherheit bei Anwendung der symptothermalen Methode, 97 Prozent Sicherheit bei Anwendung der reinen Temperaturmessung. „Was will man eigentlich mehr?“, habe ich mich gefragt. Ganze 100 Prozent natürlich. Nur leider vergessen wir bei diesem Wunsch, dass es keine 100 Prozent gibt, bei keinem einzigen Verhütungsmittel.

99,7 Prozent entspricht einem Pearl-Index von 0,3. In einem Zeitraum von einem Jahr sind also 3 von 1000 Frauen mit der symptothermalen Methode schwanger geworden. Für mich eine schwindend geringe Anzahl. Man muss die Methode aber beherrschen, um keine der 3 Frauen zu sein, werdet Ihr mir jetzt entgegnen. Ja, stimmt, muss man. Nur ist das bei der Pille nicht anders. Vergisst man ihre Einnahme oder achtet nicht auf Wechselwirkungen mit Medikamenten, schützt sie eventuell nicht. Solche Anwendungsfehler kann man auch bei der natürlichen Verhütungsmethode nicht gänzlich ausschließen – daher solltet Ihr Euch unbedingt mit der Funktionsweise der Methode beschäftigen.
Es liegt in Eurer Hand, liebe Ladies.

2. Vorurteil gegenüber natürlicher Verhütung: Man muss sie erst erlernen

Ja, das stimmt. Dieses Vorurteil kann ich zwar 100-prozentig (aha!) bestätigen, sehe es jedoch nicht als Nachteil an. Denn ich denke, dass jede Frau den gesamten Lernprozess spannend und interessant finden wird. Ich selbst habe mich damals wie ein kleines Kind darauf gefreut, morgens meine Temperatur zu messen und in mein Kurvenblatt einzutragen. Es ist ein unbeschreiblich tolles Gefühl, wenn man dann irgendwann in der Lage ist, seinen eigenen Eisprung zu erkennen! Und das geht schneller als man denkt.

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3. Vorurteil gegenüber natürlicher Verhütung: Sie ist aufwendig

Nö, gar nicht (mehr). Anfangs, in der Lernphase, kommt sie einem vielleicht ein wenig aufwendig vor. Aber der Aufwand hält sich in Grenzen und macht zudem unheimlich viel Spaß. Denn man lernt ja so viel über sich, seinen eigenen Körper und wie er funktioniert. Zum Glück ist der Mensch außerdem ein Gewohnheitstier: Schon nach ein paar Zyklen verinnerlicht man das morgendliche Messen und die tägliche Schleimbeobachtung. Heute denke ich gar nicht drüber nach, ich greife morgens automatisch zu meinem Thermometer (mittlerweile nur noch an zirka 10-12 von 30 Tagen). Ich vergleiche den Aufwand natürlicher Verhütung immer mit dem Schlucken der Pille: Am Anfang fiel es mir schwer, mich täglich daran zu erinnern, doch nach einiger Zeit wurde es zur selbstverständlichen Routine. Und mit einer App beziehungsweise einem Verhütungscomputer minimiert sich der sogenannte Aufwand sowieso um ein Vielfaches. In diesem Post schreibe ich mehr zum Thema Aufwand.

4. Vorurteil gegenüber natürlicher Verhütung: Man braucht einen regelmäßigen Zyklus

Nochmal nö. Da man mit der symptothermalen Methode den Eisprung jeden Monat aufs Neue bestimmt, ist es piepegal, wie lang Dein Zyklus ist oder ob er schwankt. Und überhaupt: Was heißt schon regelmäßig? Wir sind schließlich keine Maschine, da darf er ruhig mal mehr und mal weniger Tage betragen. Mehr zum Thema liest Du in diesem Post.

5. Vorurteil gegenüber natürlicher Verhütung: Ich muss ständig Teststäbchen nachkaufen

Ja, also wenn Ihr Persona verwendet, dann müsst Ihr das wohl. Aber Persona ist für mich kein zuverlässiger Verhütungscomputer! Persona wertet nämlich nicht nach der symptothermalen Methode aus, sondern misst Euren Hormonspiegel. Und dafür braucht Ihr diese teuren Teststäbchen. Mit der symptothermalen Methode entstehen Euch hingegen keinerlei Folgekosten, außer ggf. für einen Batteriewechsel für Euer Thermometer oder Euren Verhütungscomputer. Mehr zu Persona in diesem Blog-Post.

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6. Vorurteil gegenüber natürlicher Verhütung: Ich muss jeden Morgen exakt zur gleichen Zeit messen

Dieser Punkt hat mich anfangs sehr beschäftigt, und verunsichert sicherlich viele von Euch, vor allem, wenn Ihr 9-to-5 arbeitet und am Wochenende ausschlafen möchtet. Ihr müsst ganz bestimmt nicht jeden Tag zur exakt gleichen Uhrzeit messen, ein wenig Spielraum dürft Ihr Euch schon einräumen. Man kann jedoch nicht pauschal sagen, wie viel. Einigen Frauen macht ein Zeitunterschied von einer Stunde vielleicht schon etwas aus, andere wiederum können mit einer Differenz von drei Stunden ihre Zykluskurve regelkonform auswerten. Ihr müsst es einfach ausprobieren!

Wenn Ihr merkt, dass durch unterschiedliche Messzeiten zu viele Zick-Zacks entstehen, dann stellt Euch auch am Wochenende einen Wecker, messt schnell Eure Temperatur und schlaft weiter. Das geht ideal mit einem Verhütungscomputer, der sehr schnell misst und den Wert automatisch speichert. Ich selbst stelle mir übrigens nie einen Wecker, ich messe egal zu welcher Uhrzeit und kann meine Zykluskurve bis auf ganz, ganz wenige Ausnahmen immer auswerten. Schaut doch einfach mal in meine eigenen Zykluskurven, die Ihr als Newsletter-Abonnentinnen kostenlos bekommt.

7. Vorurteil gegenüber natürlicher Verhütung: Ich kann keinen Alkohol mehr trinken

OMG, das wäre ja schrecklich! (Zu viel) Alkohol am Vorabend hat zwar einen Einfluss auf Eure Basaltemperatur am Morgen danach und gilt als sogenannter Störfaktor. Da Ihr diese Temperatur aber ausklammern könnt, hat sie keinen Einfluss auf die Sicherheit der symptothermalen Methode, denn sie wird einfach nicht in die Berechnung mit einbezogen. Gleiches gilt übrigens auch für Erkältungen, unruhigen Schlaf, Fieber und so weiter. Wenn Ihr abends ein Bier oder Gläschen Wein trinkt, dann könnt Ihr selbstverstädnlich bedenkenlos am nächsten Morgen messen. Sollte es mal mehr werden, schaut einfach wie Ihr Euch am Morgen danach fühlt: Seid Ihr verkatert und es geht Euch nicht so gut, würde ich nicht messen. Fühlt Ihr Euch hingegen ganz ok, spricht nichts dagegen.

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8. Vorurteil gegenüber natürlicher Verhütung: Sie ist nur etwas für Frauen ab 30

Völliger Quatsch! Natürliche Verhütung ist etwas für ALLE Frauen, egal ob jung oder alt. In erster Linie fehlt es nur an Aufklärung über das Thema, und die sollte in der Schule beginnen. Vielleicht haben einige Teenager nicht das Interesse und die Geduld, sich in das Thema einzuarbeiten, aber mit ein bisschen Disziplin und Verantwortungsbewusstsein, können auch junge Mädchen natürlich verhüten. Ich selbst würde es meinem früheren 17-jährigen-Ich jedenfalls durchaus zutrauen. Allerdings wird natürliche Verhütung offiziell erst NACH der Pubertät empfohlen, da sich der Zyklus währenddessen erst einpendeln muss.

9. Vorurteil gegenüber natürlicher Verhütung: Mit Kind ist sie nicht möglich

Da kann ich leider noch nicht aus eigener Erfahrung sprechen. Für die Stillzeit gibt es gesonderte Regeln der natürliche Verhütung. Der Casus knacksus ist die morgendliche Temperaturmessung. Mit einem größeren Kind dürfte sie kein Problem sein, mit einem Kleinkind, das nachts alle paar Stunden wach wird, unter Umständen schon. Denn um eine einwandfreie Basaltemperatur zu erhalten, sollte man mindestens 5 Stunden geschlafen haben (insgesamt, nicht am Stück), und mindestens 1 Stunde vor der Messung nicht aufgestanden sein. Nun weiß ich nicht, ob alle frischgebackenen Mütter tatsächlich ihre „Schlafstunden“ zählen und dann morgens die Ruhe besitzen, 3 Minuten zu messen, bevor sie zum weinenden Kind eilen. Ich denke eher nicht. Ein Verhütungscomputer könnte hier eine Lösung sein, denn er misst wesentlich schneller (Daysy zum Beispiel in 60 Sekunden, Cyclotest myWay in 60 bis 90 Sekunden).

Bleibt aber immer noch das Problem mit der zerstückelten, vermutlich zu kurzen Nacht. Als erfahrene Anwenderin der symptothermalen Methode könntest Du einfach mal ausprobieren, wie es sich mit Deiner Zykluskurve in der anfänglichen Babyzeit verhält und ob sie auswertbar ist. Sollte das nicht der Fall sein, muss wohl oder übel im gesamten Zyklus eine Barrieremethode (z.B. Kondom oder Diaphragma) herhalten. Sobald das Kind einigermaßen gut durchschläft, könnte dann wieder natürlich verhütet werden.

Vielleicht habt Ihr ja Erfahrungen damit gemacht oder kennt noch mehr (unbegründete) Vorurteile gegenüber natürlicher Verhütung? Dann schreibt sie mir doch in die Kommentare!

 

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